Pharmaunternehmen wollen transparenter werden

16. Juni 2016 15:01

Zürich - Die Zusammenarbeit zwischen Pharmaunternehmen und Gesundheitsdienstleistern soll transparenter werden. Eine entsprechende Initiative des europäischen Pharmaverbands EFPIA wird in der Schweiz von scienceindustries umgesetzt.

Schweizer Pharmaunternehmen werden in Zukunft ihre Zahlungen an Ärzte, Apotheken, Spitäler und Forschungseinrichtungen auf ihren Internetseiten veröffentlichen. Wie der Wirtschaftsverband scienceindustries in einer Medienmitteilung bekannt gab, sind davon nicht nur Zahlungen für die Beratungs- und Dienstleistungen der Organisationen im Gesundheitswesen betroffen, sondern auch Beiträge im Zusammenhang mit Kongressen und anderen Fachveranstaltungen.

Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitssektor sei für die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente und Therapien unerlässlich, konstatiert scienceindustries in der Mitteilung. Gleichzeitig räumt der Verband ein, dass diese Beziehungen in einem sensiblen Bereich stattfinden. Den daraus resultierenden erhöhten Anforderungen an Transparenz wurde auf europäischer Ebene bereits Mitte 2013 mit der Verabschiedung des sogenannten Disclosure Code des europäischen Pharmaverbands European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) Rechnung getragen.

Für dessen Umsetzung in der Schweiz ist scienceindustries zuständig. Der Wirtschaftsverband hat dazu den Pharma-Kooperations-Kodex (PKK) ausgearbeitet, in dem festgelegt wird, dass Pharmaunternehmen ihre Zusammenarbeit mit Organisationen und Personen im Gesundheitssektor vertraglich regeln und daraus resultierende Zahlung offenlegen müssen. Bisher haben bereits mehr als 50 Unternehmen, die zusammen etwa 80 Prozent des Pharmaumsatzes ausmachen, den PKK unterzeichnet. hs


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