Parmelin trifft Biden und Putin

14. Juni 2021 14:54

Bern/Genf - Am Dienstag trifft die Schweizer Delegation unter Leitung von Bundespräsident Guy Parmelin in Genf zu bilateralen Konsultationen mit US-Präsident Joe Biden zusammen. Tags darauf sind Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angesetzt.

Am Mittwoch treffen die Präsidenten der USA und Russlands, Joe Biden und Wladimir Putin, in der Genfer Villa La Grange zusammen. Im Rahmen dieses Gipfels sind auch bilaterale Gespräche der Schweizer Delegation unter Leitung von Bundespräsident Guy Parmelin mit den beiden Staatschefs vorgesehen. Dass der amerikanisch-russische Gipfel in Genf stattfinde, sei Ausdruck des Vertrauens, das die USA und Russland der Schweiz entgegenbringen, heisst es in einer Medienmitteilung. Über 1000 Medienschaffende aus aller Welt werden erwartet.

Zunächst finden am Dienstag die bilateralen Konsultationen mit dem US-Präsidenten Joe Biden, seinem Aussenminister Antony Blinken und dem Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan statt. In der Mitteilung wird das historisch enge Verhältnis der Schweiz mit den USA betont. Nach der EU sei Amerika der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz. Die Schweiz ihrerseits sei die sechstgrösste ausländische Direktinvestorin und unter den Top 3 für Investitionen in Forschung und Entwicklung in den USA. Entsprechend würden Akzente auf Bildung, Forschung und Innovation gesetzt. Zudem vertrete die Schweiz seit 1980 die Interessen der USA im Iran.

Einen Tag später, am Mittwoch, trifft die Schweizer Delegation mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem Aussenminister Sergej Lawrow zusammen. Erklärtes Ziel im Verhältnis zu Russland sei ein konstruktiv-kritischer Dialog, um die Beziehungen weiter zu stärken. Eine besondere Bedeutung erhielten die Kontakte durch die Schutzmachtmandate, die von der Schweiz für Russland und Georgien ausgeübt werden. Grosses Potenzial bestehe auch beim wirtschaftlichen Austausch.

Um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten, werde der Luftraum verstärkt überwacht und für den zivilen Luftverkehr eingeschränkt. Zusätzlich zum polizeilichen Aufgebot stelle die Armee auch Material und bis zu 1000 Armeeangehörige im Assistenzdienst zur Verfügung. mm

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