Pandemie schwächt Detailhandel

30. April 2020 14:20

Neuenburg - Die Coronavirus-Pandemie hat die Umsätze im Schweizer Detailhandel im März nominal und real hinter den Vorjahreswert zurückgeworfen. Auch im Vergleich zum Februar schrumpften die Umsätze deutlich.

Einer Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge sind die Umsätze im Schweizer Detailhandel im März im Jahresvergleich nominal um 6,2 Prozent gefallen. Im Vergleich zum Februar gingen die nominalen Umsätze um 6,0 Prozent zurück. Bei den realen Umsätzen wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 5,6 Prozent registriert. Gegenüber Februar gaben die realen Umsätze im März um 6,2 Prozent nach.

Ohne Einbeziehung des Detailhandels der Tankstellen fielen die Detailhandelsumsätze im März nominal um 4,5 Prozent hinter den Vorjahreswert zurück. Für die Tankstellen hätten sich somit Einbussen in Höhe von 26 Prozent ergeben, informiert das BFS. Im Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren fielen die Umsätze um 8,4 Prozent geringer als im Vorjahr aus.

Im Nicht-Nahrungsmittelsektor wurde ein Rückgang der Umsätze innert Jahresfrist um 15,8 Prozent registriert. Dabei mussten die Branchen Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf sowie Verlagsprodukte, Sportausrüstungen und Spielwaren mit Abschlägen von 28,1 und 20,0 Prozent die grössten Einbussen hinnehmen. Der Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik legte im Jahresvergleich hingegen um 16,1 Prozent zu.

Im Vergleich zum Februar fielen die Umsätze im Detailhandel ohne Tankstellen im März nominal um 5,1 und real um 5,3 Prozent schwächer aus. Dabei stiegen die Umsätze im Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren nominal um 3,8 und real um 2,8 Prozent an. Die nominalen Umsätze im Nicht-Nahrungsmittelsektor sanken im Monatsvergleich um 14,2 Prozent. Die realen Umsätze blieben um 14,3 Prozent hinter denen vom Februar zurück. hs

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