Pandemie halbiert Gewinn von Forbo

28. Juli 2020 13:11

Baar ZG - Die Coronavirus-Pandemie hat den Umsatz der Forbo-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 um 116,5 Prozent unter den Vorjahreswert gedrückt. Trotz Kostensparmassnahmen gingen Betriebsergebnis und Konzerngewinn des international tätigen Unternehmens im Jahresvergleich um fast die Hälfte zurück.

Einer Mitteilung der Forbo-Gruppe zufolge hat die Herstellerin von Bodenbelägen, Bauklebstoffen sowie Antriebs- und Leichtfördertechnik im ersten Semester 2020 Nettoumsätze in Gesamthöhe von 542,3 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 16,5 Prozent. Dabei sei die Geschäftsentwicklung bis Mitte Februar gut ausgefallen, schreibt Forbo. In Folge wurde das Halbjahr „von den wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie von negativen Währungseinflüssen“ geprägt.

Die Gruppe habe mit der Reduzierung von Fremdkosten, der Anpassung von Betriebsstrukturen und anderen Kostensenkungsmassnahmen auf die negative wirtschaftliche Entwicklung reagiert, informiert Forbo in der Mitteilung weiter. „Stillstehende Baustellen und Produktionsstätten von Kunden sowie mehrwöchige Schliessungen von Forbo-Werken bei hohen Fixkosten“ hätten jedoch trotzdem „zu deutlichen Umsatz- und Ertragsrückgängen“ geführt. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 41,1 Millionen Franken um 46,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Beim Konzerngewinn musste ein Einbruch um 48,2 Prozent auf 31,7 Millionen Franken hingenommen werden. 

Derzeit seien alle Standorte des Unternehmens wieder in Betrieb, wenn auch zum Teil nur eingeschränkt, erläutert Forbo in der Mitteilung weiter. Sollte die Pandemie in den wichtigen Märkten des in den USA, Europa und Asien tätigen Unternehmens in den nächsten Monaten etwas abklingen, rechnet Forbo für das laufende Halbjahr mit einer leichten Umsatzerholung. Die Kostensenkungen sollten zudem zu einer Verbesserung des Konzerngewinns gegenüber dem ersten Halbjahr führen. hs

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