Pandemie drückt TX Group in die roten Zahlen

25. August 2020 12:59

Zürich - Der Werbeeinbruch während der Coronavirus-Pandemie hat die Erträge der TX Group im ersten Halbjahr 2020 sinken lassen. Auf operativer Ebene wurde ein Verlust in dreistelliger Millionenhöhe verbucht. Das Medienhaus steuert mit einem Sparprogramm gegen.

Einer Mitteilung der TX Group zufolge hat das grösste Schweizer Medienhaus im ersten Halbjahr 2020 Betriebserträge in Gesamthöhe von 431,2 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang um 17,7 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) rutschte gleichzeitig von einem Gewinn von 41,0 Millionen Franken auf einen Verlust von 107,5 Millionen Franken ab. Als Konzernergebnis wurde ein Verlust von 109,4 Millionen Franken ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2019 war ein Gewinn von 53,6 Millionen Franken realisiert worden.

„Nach einem guten Start der neu aufgestellten TX Group ins Jahr 2020, wurden die Monate ab März in besonderem Masse von der Corona-Krise überschattet“, wird Pietro Supino, Präsident und Verleger der Gruppe, in der Mitteilung zitiert. „Sie hat unmittelbar zu grossen Verlusten auf dem traditionell konjunkturabhängigen Werbemarkt geführt.“

Insbesondere bei den Bezahlmedien hatte die Gruppe hohe Einbussen hinnehmen müssen. Im diese zusammenfassenden Geschäftsbereich Tamedia wurde zudem eine Wertminderung auf den Goodwill in Höhe von 85 Millionen Franken verbucht. In den kommenden drei Jahren will das Medienhaus im Geschäftsbereich Tamedia Kosten in Höhe von rund 70 Millionen Franken einsparen.

„Die Lage ist ernst, aber kein Grund, vom eingeschlagenen Weg abzuweichen“, erläutert Supino in der Mitteilung weiter. „Dank der hervorragenden Marktpositionen unserer Unternehmen, der Verbundeffekte und der soliden Bilanz besteht für die TX Group die Möglichkeit, von Opportunitäten zu profitieren, die Krise als Chance zu verstehen und gestärkt daraus hervorzugehen.“ hs

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