Pandemie bremst Wirtschaft aus

03. Juni 2020 11:33

Bern - Die Coronavirus-Pandemie hat das Bruttoinlandprodukt im ersten Quartal 2020 um 2,6 Prozent schrumpfen lassen. Die höchsten Einbrüche wurden im Gastgewerbe und den Bereichen Transport und Kommunikation verzeichnet. Die Finanzbranche wies hingegen noch Wachstum auf.

Einer Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zufolge haben die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie die Wirtschaftsaktivitäten der Schweiz ab März stark eingeschränkt. Dadurch ging die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal insgesamt um 2,6 Prozent zurück. Im letzten Quartal 2019 war noch ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,3 Prozent verzeichnet worden.

Den Analysten des SECO zufolge war vor allem der Dienstleistungssektor von den Massnahmen betroffen. Negativrekorde stellten hier das Gastgewerbe mit einem Einbruch um 23,4 Prozent, die Transport- und Kommunikationsbranche mit einem Minus von 5,1 Prozent und der Handel mit einem Rückgang um 4,4 Prozent auf. Verwaltung und Finanzbranche hatten das BIP hingegen mit Wachstumsraten von 0,8 beziehungsweise 2,3 Prozent gestärkt.

Im Industriebereich sei mit einem Rückgang der Wertschöpfung um 1,3 Prozent der stärkste Rückgang „seit dem Frankenschock Anfang 2015“ verzeichnet worden, erläutern die Analysten in der Mitteilung weiter. Der private Konsum ging im Vergleich zum Vorquartal um 3,5 Prozent zurück. Lediglich der Staatskonsum hatte die Nachfrage mit einem Plus von 0,7 Prozent stützen können.

Im Aussenhandel hatte das SECO „spürbare Rückgänge bei den Exporten vieler Industriebranchen“ beobachtet. Aufgrund hoher Exporte chemisch-pharmarzeutischer Produkte legten die Warenexporte im ersten Quartal 2020 insgesamt aber um 3,4 Prozent zu. Die Importe gingen „im Einklang mit der rückläufigen Inlandnachfrage“ gegenüber dem Vorquartal hingegen um 1,1 Prozent zurück. hs

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