Pandemie belastet Quartalsergebnis von ABB

28. April 2020 13:03

Zürich - Die Coronavirus-Pandemie hat die Umsätze von ABB im Jahresvergleich um 9 Prozent zurückgeworfen. Beim Konzerngewinn musste der Technologiekonzern gar einen Rückgang von 30 Prozent hinnehmen. ABB steuert mit Kostenkontrolle und Liquiditätssicherung gegen.

„Die COVID-19-Pandemie hat unser Ergebnis im ersten Quartal belastet und in allen Geschäftsbereichen den Umsatz und die operativen Margen beeinträchtigt“, erläutert ABB-CEO Björn Rosengren in einer Mitteilung zum Quartalsergebnis des weltweit aktiven Zürcher Technologiekonzerns. Konkret fielen die Umsätze von ABB im Berichtsquartal mit 6,2 Milliarden Dollar um 9 Prozent geringer als im Vorjahresquartal aus.

Das Betriebsergebnis (EBITA) ging im selben Zeitraum um 17 Prozent auf 636 Millionen Franken zurück. Bei der EBITA-Marge musste ABB eine Verschlechterung um 1,0 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent hinnehmen. Beim Konzerngewinn wurde ein Rückgang um 30 Prozent auf 376 Millionen Franken verbucht.

„Wir gehen davon aus, dass das Geschäft von ABB im zweiten Quartal durch die Ausgangssperren in vielen Teilen der Welt erheblich beeinträchtigt wird“, erläutert Rosengren in der Mitteilung weiter. Der Konzern wolle daher vor allem seine Kosten kontrollieren und die Liquidität sichern. „Zugleich treiben wir die Dezentralisierung des Konzerns voran und halten an unserem Ziel fest, den Verkauf der Stromnetzsparte bis Ende des zweiten Quartals abzuschliessen.“

Ein Grossteil der aus der Dekonsolidierung der Stromnetzsparte stammenden Erlösminderungen sei bereits weggefallen, informiert ABB in der Mitteilung weiter. Mit den Nettoerlösen aus dem geplanten Verkauf will der Konzern eigene Aktien zurückkaufen. hs

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