Pandemie behindert Firmengründungen

02. April 2020 13:06

Zürich - Im ersten Quartal 2020 ist die Zahl der Firmengründungen im Jahresvergleich gesunken, zeigt eine Erhebung des Beratungsunternehmens CRIF. Ihr zufolge war der Rückgang am stärksten im Tessin ausgeprägt. Der Kanton war früher als die übrige Schweiz von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Im ersten Quartal 2020 wurden in der Schweiz insgesamt 11'413 Firmen gegründet, schreibt CRIF in einer Mitteilung zur jüngsten Erhebung des Beratungsunternehmens. In der entsprechenden Vorjahresperiode hatte der Wert um 1,6 Prozent höher gelegen. Die Zahl der Firmenlöschungen ging im selben Zeitraum um 124 auf 7605 zurück. Netto sind die Firmenbestände im ersten Quartal um 0,7 Prozent gewachsen.

Einen besonders hohen Rückgang der Unternehmensgründungen macht CRIF im Berichtszeitraum im Tessin aus. Hier lag die Zahl der Neueintragungen um 20 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dies sei „auch eine Folge der Corona-Krise, da das Tessin früher als der Rest der Schweiz betroffen war“, schätzen die Analysten des Beratungsunternehmens. Sie gehen davon aus, „dass zeitverzögert in weiteren Kantonen ein stärkerer Rückgang der Firmengründungen sowie eine Zunahme der Firmenlöschungen zu beobachten sind“.

Die meisten Neueintragungen im Berichtsquartal wurden mit 2053 im Kanton Zürich beobachtet. Es folgen die Kantone Waadt und Genf mit 1160 beziehungsweise 1016 neuen Unternehmen. Beim aus der Differenz von Firmengründungen und -löschungen berechneten Nettowachstum weist der Kanton Appenzell Innerrhoden mit 1,4 Prozent den höchsten Wert aus. Nach Branchen betrachtet wurden die meisten Gründungen mit 951 bei in der Unternehmensberatung tätigen Firmen beobachtet. hs

 

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