Ostschweiz profitiert immer stärker von der HSG

28. Mai 2021 10:11

St.Gallen - Die Universität St.Gallen (HSG) hat ihre neue Studie über ihren wirtschaftlichen Einfluss in der Region vorgelegt. Demnach hat sie 2019 eine Wertschöpfung für den Kanton St.Gallen von 276,5 Millionen Franken erzielt. Der Wirkungsbereich der HSG geht aber sogar über den Kanton hinaus.

Die Universität St.Gallen hat zum siebten Mal ihre regionalen Effekte festgestellt und dazu die Studie „Regionaler Impact der Universität St.Gallen 2019“ vorgelegt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Demnach hat die HSG 2019 eine Wertschöpfung für den Kanton St.Gallen von 276,5 Millionen Franken erreicht, 40 Millionen mehr als 2017. Mit jedem Steuerfranken habe die HSG somit 5 Franken generiert, informiert die Universität weiter. „Die monetären Effekte sind für den Kanton St.Gallen sehr erfreulich“, wird Regierungsrat Marc Mächler in der Mitteilung zitiert, Vorsteher des Finanzdepartementes. „Es zeigt sich deutlich, dass die HSG eine eminent wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung für die ganze Ostschweiz hat.“ Die HSG weist auch darauf hin, dass neben ihrem Wachstum eine Änderung der Messmethode zu dem Anstieg beigetragen hat.

Zu der Wertschöpfung tragen mehrere Aspekte bei. So die im Kanton getätigten Einkäufe durch die Hochschule (68,5 Millionen Franken) sowie ihre Studierenden (gut 127 Millionen Franken) und auch Übernachtungen wegen HSG-Veranstaltungen. Sie haben einen Anteil an den Gesamtlogiernächten in der Stadt St.Gallen von 15 Prozent.

Zudem leistet die HSG einen wichtigen Beitrag für den Arbeitsmarkt der Region. Sei es mit ihren aktuell rund 3000 Mitarbeitenden wie auch mit künftigen Fachkräften, die an der HSG ausgebildet werden, wie es von Regierungsrat Beat Tinner heisst, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes. Die Bedeutung dieser Fachkräfte wird sich in Zukunft verstärkt im Innovationspark Ost oder durch den neuen Joint Medical Master auch im Gesundheitsbereich zeigen. Im Jahr 2019 haben insgesamt 144 Jungunternehmen das Label „Spin-off Universität St.Gallen“ getragen. Davon waren 28 im Kanton St.Gallen ansässig, alle von ihnen haben einen Beschäftigungszuwachs verzeichnet.

Die HSG entfaltet zwar den Grossteil ihrer wertschöpferischen Wirkung im Ballungsraum der Stadt St.Gallen, inklusive einiger Gemeinden aus Appenzell Ausserrhoden. Der Kanton St.Gallen stellt jedoch den räumlichen Bezugsrahmen dar, der für die aktuelle Studie herangezogen wurde, während die Region Ostschweiz und auch der internationale Bodenseeraum als erweiterte Wirkungsräume betrachtet wurden. jh

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