Online-Handel beflügelt Fälschungen

05. März 2020 12:26

Bern - Die Eidgenössische Zollverwaltung hat im vergangenen Jahr mehr gefälschte Markenartikel und Medikamente sowie verbotene Waffen sichergestellt. Sie führt den Anstieg unter anderem auf den wachsenden Online-Handel zurück.

Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) hat im vergangenen Jahr 9012 Sendungen von Medikamenten und Dopingmitteln sichergestellt. Im Vorjahr lag diese Zahl noch bei 4341. Den Grossteil machen illegal eingeführte Erektionsförderer aus Indien und Osteuropa aus. Die Anzahl der von der EZV gesicherten gefälschten Markenartikel ist von 14'388 auf 22'324 gestiegen. Die Anzahl der illegalen Waffen, welche die EZV sichern konnte, ist nur leicht angestiegen – von 8251 auf 8536.

Diese Produkte werden einer Mitteilung der EZV zufolge häufig im Internet bestellt und per Post in die Schweiz geliefert. Ihren Anstieg führt sie deswegen insbesondere auf den wachsenden Online-Handel zurück. Beigetragen hätten aber auch das vereinfachte Verfahren im Heilmittelbereich und gezielte Kontrollaktionen der EZV.

Die Gesamteinnahmen der EZV lagen im vergangenen Jahr bei rund 23 Milliarden Dollar, heisst es weiter. Sie setzen sich hauptsächlich aus Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Schwerverkehrsabgabe und Einfuhrzöllen zusammen. Die Digitalisierung der Zollinfrastruktur schreitet laut der Mitteilung voran. Die Verzollungs-App QuickZoll hat 2019 beispielsweise 1,7 Millionen Franken Einnahmen generiert. Die App Via für die mobile Bezahlung der pauschalen Schwerverkehrsabgabe wurde zudem als „Beispiel einer gelungenen digitalen Transformation“ zur besten Schweizer App 2019 gekürt. ssp

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