Olten wächst im Kanton Solothurn am schnellsten

27. Mai 2020 12:44

Solothurn - Die Region Olten weist den höchsten Anstieg an Arbeitsplätzen und Einwohnern unter den Regionen des Kantons Solothurn auf. Das zeigt eine Auswertung von regiosuisse zuhanden des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit. Der Kanton insgesamt ragt bei der Breitbanderschliessung heraus.

Die Zahl der Beschäftigten ist im Kanton Solothurn zwischen 2011 und 2017 um rund 6 Prozent gewachsen, leicht schwächer als im Schweizer Durchschnitt. In der Region Olten ist der Anstieg mit über 7 Prozent am kräftigsten ausgefallen, noch stärker als im Schweizer Durchschnitt. Das zeigt ein Bericht von regiosuisse, der Plattform für Regionalentwicklung des Bundes, zuhanden des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit. Die Region Solothurn wies knapp 7 Prozent mehr Arbeitsplätze auf als 2011. Die Region Grenchen dagegen hat als einzige seit 2014 kontinuierlich Arbeitsplätze verloren. Das liegt vor allem am Übergewicht der Industrie in der Uhrenstadt: Diese weist einen Anteil von 55 Prozent an der Beschäftigung aus.

Olten und Solothurn liegen auch bei den neu geschaffenen Arbeitsplätzen vorn. Von den rund 1200 Stellen, die 2016 geschaffen worden sind, fallen je knapp 500 auf die beiden Regionen. In Grenchen dagegen wurden 2016 gut 50 Stellen neu geschaffen, weniger als im Schwarzbubenland und ähnlich viel wie in der Region Thal.

Auch bei der Einwohnerzahl gewinnt Olten mit über 9 Prozent am stärksten, gefolgt von Grenchen. Die anderen Regionen des Kantons liegen bei der Zunahme der Einwohnerzahl unter dem kantonalen Durchschnitt von knapp 7 Prozent. 

Olten und Grenchen sind auch die einzigen Regionen im Kanton, die eine positive Pendlerbilanz aufweisen. Die anderen Regionen geben mehr Arbeitspendler ab, als in sie hineinpendeln. Das Schwarzbubenland schickt mit netto über 8000 Arbeitenden netto am meisten Pendler in andere Regionen. Das zahlt sich freilich aus: Mit über 43‘000 Franken pro Kopf weist es das höchste Einkommen natürlicher Personen im Kanton auf.

Der Kanton insgesamt schickt seine Beschäftigten zunehmend in andere Kantone zur Arbeit. War die kantonale Pendlerbilanz 1970 noch leicht positiv, so pendelten 2015 netto rund 14‘000 Arbeitende in andere Kantone. Die meisten Auspendler zog es nach Basel-Stadt, gefolgt von Basel-Land und Bern. 

Bei den meisten anderen Kriterien liegt der Kanton ungefähr im Schweizer Durchschnitt: bei der Beschäftigung, dem Branchenmix, der Unternehmensgrösse, dem Wirtschaftswachstum und dem Beschäftigungsgrad. Nur die Breitbanderschliessung ist in Solothurn überdurchschnittlich gut. stk 

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