Oerlikon verringert Verluste

04. August 2020 11:47

Pfäffikon SZ - Oerlikon hat im ersten Semester 2020 einen geringeren Verlust als im Vorjahressemester verbucht. Die Corona-Pandemie warf Umsätze und Betriebsergebnis im Jahresvergleich zurück. Ein laufendes Kostensparprogramm soll eine erhebliche Margenverbesserung bringen.

Einer Mitteilung von Oerlikon zufolge hat der Schwyzer Industriekonzern im ersten Halbjahr 2020 Umsätze in Gesamthöhe von 1,04 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahressemester entspricht dies einem Rückgang um 21,5 Prozent. Das Betriebsergebnis (operatives EBITDA) fiel im gleichen Zeitraum um 47,7 Prozent auf 114 Millionen Franken. Als Konzernergebnis wurde ein Verlust von 32 Millionen Franken ausgewiesen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einer Verbesserung um 67,7 Prozent.

„In der Pandemie meisterte das Segment Manmade Fibers die Herausforderungen ausgezeichnet und verzeichnete einen starken Anstieg der Bestellungen“, wird Konzernchef Roland Fischer in der Mitteilung zitiert. Er führt dies auf die pandemiebedingt hohe Nachfrage nach Vliesstoffanlagen für die Produktion von Gesichtsmasken zurück. Das Segment Surface Solutions seit hingegen „aufgrund der Lockdowns mit erheblichen Herausforderungen bei der Nachfrage konfrontiert“ worden.

Um die von der Coronavirus-Pandemie verursachten Einbussen abzufedern, habe Oerlikon seine laufenden Restrukturierungs- und Produktivitätsprogramme beschleunigt, heisst es in der Mitteilung. Dabei habe der Konzern seine Betriebskosten im Jahresvergleich um mehr als 90 Millionen Franken senken können. Mittelfristig hält Oerlikon an dem Ziel einer EBITDA-Marge von 16 bis 18 Prozent fest. Im Berichtshalbjahr hatte die operative EBITDA-Marge 10,9 Prozent betragen. hs

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