Öffentliche Haushalte erzielen hohe Überschüsse

05. März 2020 13:46

Bern - Bund, Kantone und Gemeinden haben 2018 und voraussichtlich auch 2019 teilweise hohe Überschüsse erzielt. Die höchste Überschussquote konnte dabei jeweils der Bund verbuchen. Die Gemeinden haben 2018 nach neun Jahren erstmals schwarze Zahlen geschrieben.

Einer Mitteilung der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) zufolge „präsentiert sich die Finanzlage der öffentlichen Haushalte“ derzeit „erfreulich positiv“. Im Jahr 2018 hätten die öffentlichen Haushalte mit einer am nominalen Bruttoinlandprodukt gemessenen Überschussquote von 1,4 Prozent ihr bestes Ergebnis seit 2008 ausgewiesen, schreibt die EFV. Dabei habe der Bund mit 0,8 Prozent die höchste Quote erreicht. Den Gemeinden wiederum sei nach neun Jahren defizitärer Haushaltsführung der Sprung in die schwarzen Zahlen gelungen.

Für das vergangene Jahr rechnen die Analysten der EFV mit einer Überschussquote von 1,5 Prozent. Der Bund werde auch hier wieder eine Quote von 0,8 Prozent erreichen, heisst es in der Mitteilung. Für die Kantone gehen die Analysten von einer Quote von 0,5 Prozent aus. Die Überschüsse von Gemeinden und Sozialversicherungen dürften ihnen zufolge bei 0,1 Prozent liegen.

Für das laufende Jahr gehen die Analysten ebenfalls von Überschüssen in allen Teilsektoren aus. Dabei werde der Saldo des Bundes aufgrund „steigender Transferausgaben in Zusammenhang mit der Steuerreform und AHV-Finanzierung“ zurückgehen, während die Sozialversicherungen hier profitierten, wird in der Mitteilung erläutert. Für die Kantone rechnen die Analysten damit, dass allfällige Mindereinnahmen im Zusammenhang mit den kantonalen Steuerreformen durch einen höheren Anteil an der direkten Bundessteuer und die erhöhte Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank überkompensiert werden. hs

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