OECD senkt Prognose für die Schweizer Wirtschaft

09. Juni 2022 14:23

Paris - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht aktuell nur noch von einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent für 2022 aus. Für das nächste Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent prognostiziert. Hintergrund ist der Krieg in der Ukraine.

Die OECD korrigiert ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum der Schweiz im laufenden Jahr auf 2,5 Prozent. Im Januar war die Organisation noch von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 3,0 Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr wird die Prognose von 1,8 Prozent auf 1,3 Prozent BIP-Wachstum gesenkt. 

Die Analysten begründen ihre Korrektur mit dem Krieg in der Ukraine. Er führe „zu einer Nachfrageabschwächung, was das Export- und Investitionswachstum bremsen dürfte“, heisst es im Länderbericht Schweiz. Eine Gegenbewegung machen die Analysten in der verbesserten Lage am Arbeitsmarkt und damit zusammenhängendem Wachstum des privaten Konsums aus. 

Die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine steigenden Energiepreise sowie Lieferengpässe haben die Inflationsrate im April 2022 auf 2,5 Prozent ansteigen lassen, wird im Länderbericht weiter erläutert. Hier machen die Analysten vor allem höhere Preise für Energie und für von Lieferengpässen betroffene Importwaren aus. Für das kommende Jahr gehen sie von einem Sinken der Inflationsrate auf 1,8 Prozent aus. 

Angesichts des grossen fiskalischen Spielraums der Schweiz rät die OECD dazu, von der Pandemie besonders hart getroffenen Personengruppen und Unternehmen weiter zu unterstützen. Zudem könnten „Massnahmen zur Steigerung der ökologischen Nachhaltigkeit von Verbrauch und Produktion“ die Abhängigkeit des Landes von Gas- und Ölimporten senken und den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft beschleunigen. hs 

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