OECD lobt Schweiz für Pandemiebewältigung

20. Januar 2022 15:18

Bern - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis bei der Pandemiebewältigung aus. Die Schweizer Volkswirtschaft habe sich während der Krise belastbar gezeigt.

Die Schweiz hat die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr gut bewältigt. Das gilt aus Sicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowohl für den Umgang der Volkswirtschaft mit den Auswirkungen der Pandemie als auch für die wirtschaftspolitischen Entscheidungen der Bundesregierung. Laut Medienmitteilung des Bundesrats heisst es in dem Economic Survey of Switzerland (January 2022) der OECD, die Schweizer Volkswirtschaft und der Arbeitsmarkt seien in der Krise bisher widerstandsfähig gewesen. Die Autoren des Berichts empfehlen, die ausserordentlichen staatlichen Unterstützungsmassnahmen wieder abzubauen, sobald es die Situation erlaubt.

Der wirtschaftspolitische Länderbericht betont die Belastbarkeit der Schweizer Volkswirtschaft während der Krise. Die Schweiz profitiere von guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, international wettbewerbsfähigen Branchen und Unternehmen sowie einer relativ geringen wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Tourismus- und Unterhaltungssektor, heisst in der Mitteilung. Gleichzeitig hätten die grosszügigen staatlichen Unterstützungsmassnahmen sowie die im internationalen Vergleich wenig restriktiven gesundheitspolitischen Einschränkungen geholfen, durch die Krise zu kommen. Gelobt wird in dem OECD-Bericht die trotz Pandemie solide Verfassung der öffentlichen Finanzen sowie die relativ geringe öffentliche Verschuldung.

Die OECD verweist laut der Mitteilung des Bundesrats auch darauf, dass es trotz der insgesamt soliden wirtschaftlichen Entwicklung starke Unterschiede zwischen verschiedenen Sektoren und Unternehmen gebe. Von der Krise stark betroffene Sektoren und vulnerable Personengruppen müssten deshalb weiterhin unterstützt werden. Generell aber sollten solche Massnahmen nun wieder zurückgenommen werden.

Die Zürcher Handelskammer (ZHK) vermerkt in einer Stellungnahme als positiv, dass der Standort Schweiz und insbesondere der Standort Zürich gut positioniert seien. Sie weist aber auch darauf hin, „dass wir an Wettbewerbsfähigkeit einzubüssen drohen“. So würden in Zürich weniger Firmen gegründet als in anderen Kantonen, die Steuerbelastung für juristische und natürliche Personen sei überdurchschnittlich hoch. Zudem sollte die Digitalisierung der Verwaltung vorangetrieben werden. gba 

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