NZZ-Gruppe leidet unter Rückgang der Print-Werbung

20. März 2018 11:59

Zürich - Rückläufige Erträge im Print-Werbemarkt haben der NZZ-Gruppe 2017 einen Rückgang bei Umsätzen und Betriebsergebnis eingebrockt. Der Gruppengewinn konnte aufgrund von Beteiligungsverkäufen hingegen gegenüber 2016 deutlich gesteigert werden.

Einer Mitteilung der NZZ-Mediengruppe zufolge hat die Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr einen betrieblichen Gesamtertrag von 428,2 Millionen Franken realisiert. Gegenüber 2016 entspricht dies einem Rückgang um 3 Prozent. Der den Erträgen gegenüberstehende Geschäftsaufwand konnte im selben Zeitraum über Kosteneinsparungen ebenfalls um 3 Prozent auf 402,6 Millionen Franken gesenkt werden. 

Als Betriebsergebnis (EBIT) wies die NNZ-Mediengruppe 25,6 Millionen Franken aus, das sind 1,8 Millionen Franken weniger als im Jahr zuvor. Die Mediengruppe führt diesen Rückgang „hauptsächlich auf den Margenrückgang bei den immer noch stark vom Werbe- und Druckmarkt abhängigen Regionalmedien“ zurück, heisst es in der Mitteilung. Der digitale Werbemarkt, der Geschäftsbereich NZZ Medien und insbesondere der Geschäftsbereich Business Medien entwickelten sich den Angaben der Gruppe zufolge hingegen positiv. 

„Wir setzen bewusst auf unsere Kernkompetenz – die Herstellung und Verbreitung qualitativ hochwertiger Inhalte“, wird Jörg Schnyder, CFO und Vorsitzender der Unternehmensleitung ad interim der NZZ-Mediengruppe, in der Mitteilung zitiert. „Diese Fokussierung zeigt bereits Wirkung. Wir konnten uns im Nutzermarkt steigern, und unsere Produkte heben sich qualitativ deutlich von der Konkurrenz ab.“

Trotz Rückgang von Umsätzen und Betriebsergebnis fiel das Gruppenergebnis der NZZ-Mediengruppe 2017 mit 28,7 Millionen Franken um 4,8 Millionen Franken höher aus als im Jahr zuvor. Dahinter steht ein durch Gewinne aus dem Verkauf und der Bewertung von Beteiligungen gegenüber 2016 stark gestiegenes Finanzergebnis. hs

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