NZZ fokussiert auf Kerngeschäft

07. März 2019 14:45

Zürich - Die Verlagerung der Regionalmedien zu CH Media wirkt sich in einem Rückgang des Betriebsergebnisses der NZZ Mediengruppe aus. Ohne diesen Sondereffekt wäre das Betriebsergebnis im Jahresvergleich stabil geblieben. Im Nutzermarkt konnte ein Umsatzwachstum realisiert werden.

Die per Oktober gültige Übertragung der NZZ-Regionalmedien-Gesellschaften in das mit den AZ Medien gegründete Gemeinschaftsunternehmen CH Media erschwere die Vergleichbarkeit der Jahresrechnung 2018 mit den Vorjahreswerten, informiert die NZZ-Mediengruppe in einer Mitteilung. Umsatz und Aufwand der Regionalmedien sind nur bis September in der Jahresrechnung enthalten. Ab Oktober 2018 wird das anteilige Unternehmensergebnis von CH Media nach der Equity-Methode berücksichtigt.

Entsprechend weist die NZZ-Mediengruppe für das Geschäftsjahr 2018 um 44,7 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert liegende Erträge von 383,5 Millionen Franken aus. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um 4,9 Millionen auf 20,8 Millionen Franken zurück. Hier spielten vor allem einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Gründung von CH Media eine Rolle, erläutert die NZZ-Mediengruppe in der Mitteilung. Das Gruppenergebnis sank im Jahresvergleich um 9,8 Millionen auf 18,8 Millionen Franken. Hier waren neben den Aufwendungen für CH Media auch Kurseinbussen im Wertschriftenportfolio verantwortlich.

Im Geschäftsbereich NZZ Medien konnten die Umsätze im Berichtsjahr im Jahresvergleich um 0,4 Millionen auf 157,3 Millionen Franken gesteigert werden. Den Umsatzrückgang um 2,9 Millionen auf 53,4 Millionen Franken im Bereich Business Medien lastet die NZZ-Mediengruppe nicht weitergeführten Bereichen wie der Online-Plattform eBalance und den in CH Media überführten NZZ Fachmedien an.
„Die NZZ-Mediengruppe setzt konsequent auf erstklassige journalistische Angebote“, wird Felix Graf, CEO der NZZ-Mediengruppe, in der Mitteilung zitiert. „Die Zeichen aus dem Markt sind ermutigend, so konnten wir die Anzahl zahlender Abonnentinnen und Abonnenten im vergangenen Jahr um 4 Prozent steigern.“ hs

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