Nutzpflanze soll CO2 profitabler aus der Luft ziehen

17. Juni 2022 09:54

Baar ZG - Die Firma Jatropower ermöglicht eine verbesserte natürliche Züchtung der Nutzpflanze Jatropha curcas. Damit wird nicht nur der Fruchtertrag gesteigert. Die Pflanze wird neu auch essbar. Sie soll zur profitablen Entfernung von CO2 aus der Luft eingesetzt werden.

Das Firma Jatropower mit Sitz in Baar hat ein neues Konzept für die profitable Entfernung von CO2 aus der Luft entwickelt. Dieses basiert auf eine verbesserten natürlichen Züchtung der Nutzpflanze Jatropha curcas. Dabei handelt es sich um eine Wildpflanze, deren Früchte wertvolles Pflanzenöl und Eiweiss produzieren. Sie gedeiht auch auf bisher unproduktivem Brachland.

Mit der Zuchtmethode von Jatropower werden Fruchtertrag, Stresstoleranz und Dürreresistenz der Pflanze „wesentlich verbessert“, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Ertrag wird dabei sogar um das Fünffache gesteigert. Zudem ist die weiterentwickelte Variante der Pflanze auch essbar. Den Angaben liegt dafür bereits eine validierte Vorabbenachrichtigung der EU-Zulassungsbehörde für Nahrungsmittel vor.

Die von Jatropower gezüchtete Jatropha curcas soll insbesondere auf unproduktiven Böden eingesetzt werden und dort zur Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre beitragen. Dies ist laut dem Unternehmen dank der Erlöse aus der Plantage eine gewinnbringende Methode mit geringem Investitionsbedarf. Ausserdem könne diese Art von CO2-Entfernung zertifiziert werden.

Jatropower betreibt mehrere Demonstrationsplantagen in Indien und Madagaskar. Das Unternehmen wird von privaten Schweizer Investoren finanziert. Seine Entwicklung wurde von der Stiftung Solar Impulse mit dem Label Solar Impulse Efficient Solution ausgezeichnet und in die Liste der besten Lösungen zum Schutz der Umwelt aufgenommen. ssp

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