Nur FDP-Basis stimmte mehrheitlich für Steuerreform

14. Februar 2017 12:09

Zürich - Die Unternehmenssteuerreform wurde nur von FDP-Wählern mehrheitlich unterstützt. An der Basis aller anderen Parteien stiess die Vorlage auf breite Ablehnung, lautet das Ergebnis einer Nachumfrage von Tamedia. Zugestimmt haben vor allem Besserverdienende.

Anhänger der FDP haben einer Nachumfrage von Tamedia zufolge am vergangenen Sonntag der Unternehmenssteuerreform zu 67 Prozent ihre Zustimmung erteilt. Neun von zehn Wählern der Grünen und 86 Prozent an der Basis der SP stimmten jedoch dagegen. Bei den BDP-, GLP-, CVP- und SVP-Wählern fiel sie mit Werten zwischen 79 und 53 Prozent Ablehnung durch. 

Nur bei einer Beschränkung des Stimmvolks auf Personen mit einem Haushaltseinkommen von über 11.000 Franken im Monat wäre die Reform danach mit 60 Prozent Zustimmung durchgekommen. Nach Alter, Geschlecht sowie Stadt- beziehungsweise Landbewohner differenzierte Betrachtungen kommen dagegen in keiner Bevölkerungsgruppe auf eine Mehrheit für die Vorlage. 

Die erleichterte Einbürgerung für die dritte Ausländergeneration andererseits traf in allen Altersgruppen, bei beiden Geschlechtern und sowohl in der Stadt als auch auf dem Land auf überwiegende Zustimmung. Auch nach Parteien betrachtet hatte sich die Mehrheit fast aller Spektren dafür ausgesprochen. Nur an der Basis der SVP war die Zustimmung mit 17 Prozent überaus gering ausgefallen. 

Für die zwischen dem 10. und 12. Februar vorgenommene Umfrage von Tamedia wurden 13.437 Menschen in der ganzen Schweiz befragt. hs

Aktuelles im Firmenwiki