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Novartis will Alcon an die Börse bringen

29. Juni 2018 11:31

Basel - Das Basler Pharmaunternehmen Novartis will seine Augenheilsparte Alcon ausgliedern und an der SIX Swiss Exchange sowie an der New York Stock Exchange kotieren. Das Einverständnis der Aktionäre vorausgesetzt, würde dadurch eine weltweit führende Firma entstehen.

Die Aktionäre von Novartis werden bei der Generalversammlung im Februar 2019 über die Ausgliederung von Alcon entscheiden, heisst es in einer Medienmitteilung des Basler Pharmaunternehmens. Alcon soll in der Schweiz registriert werden. Der aktuelle CEO Mike Ball wird bereits am 1. Juli 2018 zum Präsident des Verwaltungsrates von Alcon befördert und vom bisherigen operativen Leiter David Endicott ersetzt.

Das aktuelle Alcon-Portfolio an Arzneimitteln würde bei einer Ausgliederung bei Novartis verbleiben. Alcon soll sich hingegen auf die Augenchirurgie konzentrieren. Alcon würde über 20.000 Mitarbeitende verfügen und eine weltweit führende Rolle bei Herstellern von Augenheilprodukten einnehmen, wie Novartis informiert. „Diese Transaktion würde es unseren Aktionären ermöglichen, von möglichen zukünftigen Erfolgen einer stärker fokussierten Novartis und einer eigenständigen Alcon zu profitieren, denn Alcon würde damit zu einem börsenkotierten, weltweit führenden Medtech-Unternehmen mit Sitz hier in der Schweiz“, wird Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt in der Mitteilung zitiert.

Darüber hinaus hat Novartis ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Umfang von bis zu 5 Milliarden Dollar beschlossen. Dieses soll bis Ende 2019 umgesetzt werden. Der Rückkauf soll durch den Verkauf des Novartis-Anteiles an einem Gemeinschaftsunternehmen an GSK finanziert werden. „Der Aktienrückkauf ist vollständig in Einklang mit unseren strategischen Prioritäten bei der Kapitalallokation. Er spiegelt unsere strenge Finanzdisziplin wider und unser Vertrauen in zukünftiges Wachstum und Margenausweitung“, heisst es von CEO Vas Narasimhan. jh

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