Novartis bringt Gentherapie in Kanada auf den Markt

21. September 2022 13:13

Basel/Dorval - Der Pharmakonzern Novartis hat in Kanada eine Zulassung für seine Gentherapie Luxturna erhalten. Mit einer einmaligen Dosis kann eine bisher unbehandelbare vererbte Sehschwäche therapiert werden. Sie führt meistens zu schwerer Sehbehinderung und Blindheit.

Novartis hat die Verhandlungen mit der pan-kanadischen Pharma-Allianz erfolgreich abgeschlossen und kann seine Gentherapie Luxturna in Kanada auf den Markt bringen. Wie der Pharmakonzern in einer Medienmitteilung bekanntgibt, kann damit eine bisher unbehandelbare vererbte Sehschwäche mit einer Einmaldosis therapiert werden.

Vererbte Netzhautdystrophien, von denen Kinder und junge Erwachsene betroffen sind, stellen seltene, schwerwiegende und fortschreitende Erkrankungen dar. Sie sind eine der Hauptursachen für frühzeitige Erblindung. Vor der Zulassung von Luxturna gab es dafür keine pharmakologischen Behandlungsmöglichkeiten.

Für alle Kanadierinnen und Kanadier, die dringend eine Behandlung mit dieser innovativen Therapie benötigen, sei die Zulassung ein wichtiger Schritt, um den Zugang zu ermöglichen, wird Andrea Marazzi, Country President der in Dorval in der Provinz Quebec ansässigen Novartis Canada, zitiert. „Wir werden auch weiterhin mit den Provinzen und Territorien zusammenarbeiten, damit Patienten, deren Sehkraft aufgrund einer Mutation in beiden Kopien des RPE65-Gens beeinträchtigt ist, so schnell wie möglich über die staatlichen Arzneimittelpläne Zugang zu Luxturna erhalten."

Doug Earle, Präsident und CEO von Fighting Blindness Canada, appelliert an die kanadischen Provinzen, „die Hoffnung, die Luxturna darstellt, anzuerkennen und dem Zugang Vorrang einzuräumen, da es für diese Kanadierinnen und Kanadier keine zugelassenen alternativen Therapien gibt“. mm

Mehr zu Novartis AG

Aktuelles im Firmenwiki