Neurimmune kommt bei ALS-Behandlung voran

Das Schlieremer Biotechnologieunternehmen Neurimmune entwickelt Behandlungsmethoden, die auf menschlichen Antikörpern basieren. Diese sollen der Behandlung von Krankheiten wie Alzheimer oder der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) dienen. Das wissenschaftliche Journal „Science Translational Medicine“ hat nun präklinische Daten zu einer Behandlung gegen ALS veröffentlicht, wie es in einer Medienmitteilung von Neurimmune heisst.

Diese Behandlungsmethode basiert darauf, dass menschliche Antikörper sich an ein fehlentfaltetes Molekül Superoxiddismutase 1 (SOD1) binden und somit ihre Wirkung entfalten. Neurimmune hat untersucht, inwiefern dadurch Symptome im Bereich der Motorik bei an ALS erkrankten Mäusen verbessert werden können. Das Schlieremer Unternehmen hat die Behandlungsmethode auf Basis seiner Technologie Reverse Translational Medicine (RTM) entwickelt.

Jan Grimm, Managing Director von Neurimmune, zeigt sich in der Mitteilung mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden und sieht darin eine Basis für die Entwicklung einer Behandlung für ALS. Gemeinsam mit dem Partner AL-S Pharma soll nun die Aufnahme der klinischen Entwicklung vorangetrieben werden.

Bei Neurimmune handelt es sich um eine Ausgliederung aus der Universität Zürich (UZH) mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. jh