Neun Verwaltungsräte von Raiffeisen nehmen den Hut

27. April 2018 15:53

St.Gallen - Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz wird fast komplett ausgetauscht. Neun der heutigen elf Mitglieder werden bis 2020 zurücktreten.

Raiffeisen Schweiz will den Erneuerungsprozess vorantreiben. Wie die Zentrale der Genossenschaftsbank mitteilt, werden acht der elf Verwaltungsräte gestaffelt bis 2020 zurücktreten. Bereits bisher war vorgesehen, dass Edgar Wohlhauser und Werner Zollinger auf die Delegiertenversammlung vom 16. Juni aufgrund der statuarischen Amtszeitbeschränkung nicht mehr antreten. Nun wollen auch Franco Taisch, Titularprofessor an der Universität Luzern, sowie Laurence de la Serna nicht mehr zur Wiederwahl im Juni antreten. Daniel Lüscher und Urs Schneider, der stellvertretende Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes, treten auf die ausserordentliche Delegiertenversammlung im Herbst zurück, Rita Fuhrer und Philippe Moeschinger auf die ordentliche Delegiertenversammlung im nächsten Jahr. Angelo Jelmini schliesslich will im Juni 2020 demissionieren.

Der interimistische Verwaltungsratspräsident Pascal Gantenbein, Professor an der Universität Basel, begrüsst diese Absprachen. „Ich bin sehr froh, dass der Verwaltungsrat damit glaubwürdig Verantwortung für den Erneuerungsprozess übernimmt“, wird er in der Mitteilung zitiert. Neu sollen im Juni der Wirtschaftsprüfer Rolf Walker und der Unternehmer Thomas Rauber in den Verwaltungsrat gewählt werden.

Raiffeisen Schweiz reagiert mit den Wechseln auf die Affäre um den ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz. stk 

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