Neun Schweizer KI-Start-ups unter den Top 30

30. März 2020 13:40

Zürich - Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ hat die 30 vielversprechendsten Start-ups aus der DACH-Region benannt, die Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen. Darunter sind neun aus der Schweiz.

Die deutschsprachige Ausgabe von „Forbes“ hat eine Liste von 30 Jungunternehmen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland (DACH) erstellt, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten und besonders auf sich aufmerksam gemacht haben. Darunter sind neun Schweizer Start-ups. Erstellt wurde diese Liste mithilfe von Enlite.AI, einem Wiener Beratungs- und Forschungsunternehmen, das Firmen beim Einsatz von KI unterstützt. 

Laut einer Mitteilung von „Forbes“ ist die Bewertung der Start-ups marktorientiert. Grundlage war die Höhe der Investitionen, die in den verschiedenen Phasen von Finanzierungsrunden in die Unternehmen investiert wurden. 

RetinaAI Medical aus Bern entwickelt Software, die auf KI-Bilderkennung basiert. Dadurch kann die Früherkennung von Augenkrankheiten verbessert werden. Die Ausgründung der Eidgenössischen Hochschulen Lausanne und Zürich, L2F mit Sitz in Lausanne, entwickelte die Open-Source-Software Giotto für die Programmiersprache Python. Sie berechnet räumliche Eigenschaften von geometrischen Objekten. Picterra aus Chavannes im Kanton Waadt ist auf die KI-basierte Analyse von Satelliten- und Drohnenbildern spezialisiert. Nutzer können maschinell lernende Detektoren trainieren. Codierungskenntnisse werden dafür nicht benötigt. 

Unter den Nominierten ist auch das Zürcher Unternehmen Deep Code. Die Ausgründung der ETH Zürich hat eine Plattform für automatisierte KI-Code-Reviews entwickelt, die Programmierer über kritische Schwachstellen informiert und damit Fehler verhindert. Gamaya aus Morges im Kanton Waadt gibt Landwirten Informationen über den Zustand ihrer Felder und Kulturen. Dafür nutzt das Jungunternehmen hyperspektrale Bildanalyse, KI und maschinelles Lernen.

Das 2016 gegründete Zürcher Start-up Daedalean entwickelt autonome Flugsteuerungssysteme für E-Flugzeuge. In seiner jüngsten Finanzierungsrunde hat das Unternehmen laut startupticker.ch 12 Millionen Franken eingenommen, um einen Lufttaxi-Dienst zu starten. Nnaisense aus Lugano TI nutzt KI, um grossangelegte neuronale Netzwerklösungen für aussermenschliche Wahrnehmung und intelligente Automatisierung zu ermöglichen. Zu seinen Investoren gehört Samsung Ventures. Das Bio-tech Start-up Sophia Genetics​​​​​​​ mit Sitz in Lausanne entwickelte AI SOPHiA, eine KI-Plattform, die DNA-Sequenzen von Patienten analysieren und speichern kann. Mehr als 1000 Krankenhäuser in 82 Ländern weltweit nutzen diese Plattform. mm

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