Neue Betonfassade erzeugt Strom

06. November 2017 15:43

Zürich - Der Zementkonzern LafargeHolcim hat gemeinsam mit dem Solarfolienhersteller Heliatek eine energieerzeugende Fassadenlösung entwickelt. Diese soll mehr als doppelt soviel Energie wie reguläre Dachsolaranlagen produzieren können.

Zwei Jahre hat es gemäss Medienmitteilung gedauert, um die neuartige Fassadenverkleidung bis zum jetzigen Reifegrad zu bringen. Vereint werde dabei der Hochleistungsbeton Ductal von LafargeHolcim mit der flexiblen, leichten Solarfolie von Heliatek namens HeliaFilm. Im Rahmen des neuen Systems werden vorgefertigte Ductal-Panele mit eingebautem Solarenergiesystem direkt auf die Baustelle geliefert. An der Pariser Messe Batimat in diesem November wird ein Prototyp vorgestellt, im kommenden Jahr sollen Pilotprojekte realisiert werden.

Die Entwickler haben berechnet, dass diese Technologie beispielsweise bei einem zehnstöckigen Gewerbebau rund 30 Prozent des jährlichen Energiebedarfs abdecken kann. Dabei müsste 60 Prozent durch diese Fassade abgedeckt werden.

Laut Mitteilung ist Heliatek ein Technologieführer im Bereich der organischen Elektronik mit einer ganzen Reihe von besonders leichten und ästhetisch ansprechenden Solarfolien. Diese wiegen rund ein Kilogramm pro Quadratmeter. Der CO2-Fussabdruck von HeliaFilm sei fünf mal geringer als derjenige von kristallinen Photovoltaikprodukten, heisst es. Laut Thibaud Le Séguillon, CEO der Heliatek GmbH, ist HeliaFilm das entscheidende Element, das aus Gebäudehüllen Kraftwerke mache. „Das ist der Weg zu grüner, lokal erzeugter Energie“, so Thibaud Le Séguillon. yvh

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