Neubau des Spitals zieht mehr Patienten an

25. April 2019 15:00

Schlieren ZH - Das Spital Limmattal schliesst das Betriebsjahr 2018 mit einem leichten Verlust ab. Seit dem Umzug in den Neubau steigen die Patientenzahlen wieder an. Das Pflegezentrum, das an der Stelle des Altbaus entstehen soll, dürfte für die Trägergemeinden billiger als geplant werden.

Die Delegiertenversammlung des Spitalverbandes Limmattal hat am Mittwochabend die Jahresrechnung 2018 genehmigt. Diese schliesst mit einem leichten Minus ab, heisst es in einer Mitteilung des Spitals. Das Defizit sei unter anderem auf den Umzug vom Alt- in den Neubau zurückzuführen, welcher die Patientenzahlen im Sommer gesenkt und zu einmaligen Mehrkosten geführt hätte. Die kantonalen Tarifveränderungen hätten mit 3,5 Millionen Franken zum Minus beigetragen. Auch in den kommenden drei Jahren rechnet das Spital mit leichten Verlusten.

Die Delegierten schauen dennoch optimistisch in die Zukunft. So schloss der Spitalverband anders als das Spital selbst mit einem Gewinn von 9,4 Millionen Franken ab. Dies sei auf den Landverkauf in Urdorf zurückzuführen. Das Eigenkapital sei auf 73,3 Millionen gestiegen, die Eigenkapitalquote auf 19,8 Prozent. 

Auch die Patientenzahlen entwickelten sich erfreulich. Während die Zahl stationärer Fälle um 2,4 Prozent gesunken sei, seien im ambulanten Bereich 0,6 Prozent mehr Fälle behandelt worden. Die Schwere der Fälle sei gestiegen.

Das geplante Pflegezentrum, das an der Stelle des Altbaus errichtet werden soll, dürfte die Trägergemeinden billiger kommen. Die niedrigeren Zinskosten senken die Kosten für den Spitalverband um 7,5 Millionen Franken über die gesamte Laufzeit und entlasteten auch die Betriebsrechnungen des künftigen Pflegezentrums. Dieses soll im ersten Quartal 2023 den Betrieb aufnehmen. stk

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