Neubau des Biozentrums wird noch teurer

10. Dezember 2019 14:54

Basel - Der Neubau des Biozentrums für die Universität Basel wird bis zu 110 Millionen Franken mehr kosten. Seine Übergabe ist nun für das vierte Quartal 2020 vorgesehen, drei Jahre später als geplant. Die bereits bekannten Schadensfälle wirkten sich stärker aus als erwartet, neue sind hinzugekommen.

Die Regierungen beider Basel haben am Dienstag die Finanzkommissionen ihrer kantonalen Parlamente über die Kostenüberschreitungen und die Bauzeitverlängerung beim neuen Biozentrum für die Universität Basel informiert. Laut einer gemeinsamen Mitteilung dürfte der Neubau statt wie geplant 337,8 Millionen Franken zwischen 70 und 110 Millionen Franken mehr kosten. Das entspricht zusätzlichen Kosten von 21 bis 33 Prozent. 

Die Übergabe an die Universität wird „gemäss heutigem Wissenstand“ im vierten Quartal 2020 erfolgen. Ursprünglich hatte das neue Biozentrum mit seinem 73 Meter hohen Neubau im Herbst 2017 in Betrieb gehen sollen.

Die beiden Regierungen machen für die Verzögerung zum einen bekannte Schadensfälle verantwortlich, die sich stärker als erwartet auswirkten. Zum anderen seien weitere ausserordentliche Ereignisse und Schadensfälle eingetreten, welche zu Verzögerungen und Mehrkosten geführt hätten. „Die Komplexität der Aufgabe wurde seitens der beauftragten Unternehmen teilweise unterschätzt, auf unerwartete Störungen wurde nicht immer adäquat reagiert“, heisst es in der Mitteilung. 

Die beiden Basel haben den Neubau durch zwei Darlehen von je 158,2 Millionen Franken finanziert. Die Universität Basel wird nun die Mehrkosten vorfinanzieren. Im Laufe des nächsten Jahres soll geklärt werden, welcher Teil der Schadensfälle von Versicherungen abgedeckt werden kann. Ausserdem wollen die Bauherren die Projektleitung stärken, um weitere Verzögerungen und Mehrkosten zu verhindern. stk

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