Nemosia will neurologische Degenerationen früh erkennen

30. August 2021 14:56

Zürich/Schlieren ZH - Das Zürcher Start-up Nemosia erhält 150'000 Franken von Venture Kick für die Entwicklung eines NMDA-Tracers. Damit ist vor dem Auftreten von Symptomen die Früherkennung neurologischer Degenerationen wie Alzheimer oder Multipler Sklerose möglich.

Nemosia entwickelt den ersten erfolgreichen NMDA-Tracer (N-Methyl-D-Aspartat) für die Früherkennung neurologischer Degenerationen. Laut Medienmitteilung ist damit und mit dem Positronen-Emissions-Tomographie (PET)-Tracer des Zürcher Startups möglich, neurologische Erkrankungen wie Alzheimer oder Multiple Sklerose schon zu erkennen, bevor eine Person sichtbare Symptome zeigt. Diese Entwicklung fördert Venture Kick mit 150'000 Franken. Nemosia, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) werde das Fördergeld verwenden, um die Kommerzialisierung seiner Lösung vorzubereiten.

Nemosia geht laut Medienmitteilung davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren Gehirnscans zur Routineuntersuchung gehören werden, auch wenn keine sichtbaren Symptome einer neurologischen Störung vorlägen. Zielindikationen für den ersten von dem Start-up entwickelten NMDA-Tracer sind Multiple Sklerose, Alzheimer und die Parkinson-Krankheit.

Awa Diagne, Mitgründerin und CEO von Nemosia, betrachtet die Zusammenarbeit mit Venture Kick als eine „fantastische Erfahrung“. Die Finanzierung habe nicht nur die Beschaffung der Materialien für den Proof of Concept ermöglich, sondern Venture Kick „unterstützte uns auch mit Experten-Coaching, um unsere Geschäftsstrategie zu stärken‟, wird sie zitiert.

In den kommenden Monaten plant Nemosia laut der Mitteilung eine Seed-Runde in Höhe von 3 Millionen Franken. Ausserdem soll die klinische Entwicklung in Zusammenarbeit mit der Harvard Medical School gestartet werden.

Die Förderinitiative Venture Kick unterstützt Jungunternehmen von der Idee bis zur Firmengründung. Die Venture Kick Stiftung hat das IFJ Institut für Jungunternehmen, welches in Schlieren, St.Gallen und Lausanne vertreten ist, mit der Durchführung der Initiative mandatiert. gba  

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