Nationalräte wollen grosse Solaranlagen fördern

12. August 2020 14:10

Bern - Die Umweltkommission des Nationalrates will den Ausbau grosser Solaranlagen ohne Eigenverbrauch vorantreiben. Sie hält an einer parlamentarischen Initiative fest, die von ihrer Schwesterkommission im Ständerat abgelehnt worden ist.

Grosse Solaranlagen können aus der Sicht der nationalrätlichen Umweltkommission einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des zukünftigen Strombedarfs leisten. Sie hält deshalb an ihrer parlamentarischen Initiative vom Februar fest, welche den Ausbau dieser Anlagen etwa auf grossen Dächern vorantreiben will. Dafür hätte sich eine Mehrheit von 18 Mitgliedern ausgesprochen, heisst es in einer Mitteilung. Vier Mitglieder hätten sich dagegen ausgesprochen, zwei der Stimme enthalten.

Die Initiative verlangt, dass Photovoltaikanlagen ohne Eigenverbrauch einmalige Vergütungen erhalten sollten, die höher als heutige Vergütungen seien. „Dabei ist grossen Anlagen (z.B. auf grossen Stalldächern oder auf Infrastrukturen), die einfach zu bauen sind, geringe Produktionskosten aufweisen und ihre gesamte Energieproduktion ins Netz einspeisen, Priorität einzuräumen“, heisst es in der Initiative. Die Vergütungen sollen in Form von Ausschreibungen zugeteilt werden, um die Kosten zu senken.

Die ständerätliche Umweltkommission hatte die Initiative im Juni abgelehnt. Sie wollte stattdessen die Revision des Energiegesetzes abwarten. Davon halten die Nationalräte wenig. Diese Revision werde lange dauern, die Investitionsbereitschaft in grosse Solaranlagen würde während dieser Zeit gehemmt. stk

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