Nationalbank verbucht Milliardenverlust

09. Januar 2019 12:28

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank rechnet für das Geschäftsjahr 2018 mit einem Verlust von 15 Milliarden Franken. Hohe Ausschüttungsreserven aus gewinnträchtigen Vorjahren erzeugen dennoch einen Bilanzgewinn. Bund und Kantone erhalten daher eine Gewinnausschüttung.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erwartet für das Geschäftsjahr 2018 vorläufigen Berechnungen zufolge einen Verlust in Höhe von rund 15 Milliarden Franken, informiert die SNB in einer Mitteilung. Er resultiert hauptsächlich aus einem Verlust in der Bewertung von Fremdwährungspositionen in Höhe von rund 16 Milliarden Franken. Der Goldbestand wurde um 0,3 Milliarden Franken niedriger bewertet als im Vorjahr. Bei ihren Frankenpositionen konnte die SNB im Geschäftsjahr 2018 hingegen einen Erfolg von 2 Milliarden Franken verbuchen.

Da das Ergebnis der SNB hauptsächlich von den Bewegungen auf den Devisen- und Kapitalmärkten und der Entwicklung des Goldpreises abhängt, sind hohe Schwankungen nicht ungewöhnlich. Im Geschäftsjahr 2017 hatte die Nationalbank beispielsweise einen Rekordgewinn von 54,4 Milliarden Franken verbucht.

Die aus solchen Gewinnen vergangener Jahre resultierende Ausschüttungsreserve belief sich Ende 2018 denn auch auf 67,3 Milliarden Franken. Unter Abzug des diesjährigen Verlustes und einer Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven in Höhe von rund 5,4 Milliarden Franken ergibt sich ein Bilanzgewinn von knapp 47 Milliarden Franken, informiert die SNB in der Mitteilung weiter. Den Anteilseignern werde daher die gesetzlich maximal höchste Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie ausbezahlt. Bund und Kantone profitieren neben der regulären Gewinnausschüttung von 1 Milliarde Franken von einer Zusatzausschüttung in gleicher Höhe. Die insgesamt 2 Milliarden Franken stehen zu einem Drittel dem Bund und zu zwei Dritteln den Kantonen zu. hs

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