Nationalbank schreibt dreistelligen Milliardenverlust

31. Oktober 2022 13:21

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank hat die ersten neun Monate 2022 mit einem Verlust von 142 Milliarden Franken abgeschlossen. Er resultiert hauptsächlich aus Bewertungen von in Fremdwährungen gehaltenen Papieren. Rückschlüsse auf das Jahresergebnis sind jedoch nur bedingt möglich.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die ersten drei Quartale 2022 mit einen Verlust in Höhe von 142,4 Milliarden Franken abgeschlossen, informiert die SNB in einer Mitteilung. Hintergrund ist ein Verlust auf Fremdwährungspositionen in Höhe von 141,0 Milliarden Franken. Auf den mengenmässig unveränderten Goldbestand entfiel ein Bewertungsverlust von 1,1 Milliarden Franken. Die Frankenpositionen schlossen mit einem Verlust von 24,1 Millionen Franken ab. 

Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen setzt sich aus Kursverlusten von 70,9 Milliarden Franken auf Zinspapiere und -instrumente und 54,2 Milliarden Franken auf Beteiligungspapiere und -instrumente sowie wechselkursbedingten Verlusten von 24,4 Milliarden Franken zusammen. Ihnen standen Zins- und Dividendenerträge in Höhe von 8,5 Milliarden Franken gegenüber. 

Der Verlust auf den Frankenpositionen wurde insbesondere von Kursverlusten bei Zinspapieren und -instrumenten generiert. Sie konnten durch die bis zum 22. September erhobenen Negativzinsen auf Girokontoguthaben nicht kompensiert werden.

Da das Ergebnis der SNB hauptsächlich von den Bewegungen auf den Devisen- und Kapitalmärkten und der Entwicklung des Goldpreises abhänge, seien hohe Schwankungen nicht ungewöhnlich, erläutert die SNB in der Mitteilung weiter. Das vorliegende Ergebnis lasse daher auch nur bedingt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis zu. hs

Mehr zu Finanzdienstleistungen

Aktuelles im Firmenwiki