Nationalbank lässt Negativzinsen unverändert

19. September 2019 10:34

Bern - Die Schweizerische Nationalbank sieht eine expansive Geldpolitik weiterhin als notwendig. Sie belässt den Leitzins bei minus 0,75 Prozent. Allerdings gewährt sie den Banken höhere Freibeträge.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tastet die Zinsen nicht an. Sie belässt den Leitzins weiterhin bei 0,75 Prozent. Ausserdem erklärt sie sich weiterhin bereit, „bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren“.

Der Einschätzung der SNB zufolge bleibt die Situation auf dem Devisenmarkt fragil. Der Franken sei nach wie vor hoch bewertet. „Die expansive Geldpolitik ist angesichts der jüngsten internationalen Entwicklungen und der Inflationsaussichten in der Schweiz nach wie vor notwendig“, so die SNB.

Allerdings passt die SNB die Berechnungsgrundlage für den Negativzins an. Diese Anpassung führe dazu, dass der Freibetrag für das Bankensystem steige und die Negativzinseinnahmen der SNB sinken würden, heisst es. Die neue Freibetragsberechnung tritt im November in Kraft.

Laut der SNB könnten insbesondere politische Unsicherheiten und die Handelsspannungen zu neuen Turbulenzen an den Finanzmärkten und einer weiteren Dämpfung der wirtschaftlichen Stimmung führen. Kurzfristig dürfte die internationale Dynamik verhalten sein. Mittelfristig erwartet die SNB jedoch eine Wiederbelebung der Weltwirtschaft. Dann dürfte auch die Inflation allmählich ansteigen. ssp

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