Nachhaltigkeitsziele spielen untergeordnete Rolle

Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut ist bei Nachhaltigkeit führend. Bild: Barry Callebaut

Sustainserv hat insgesamt 196 Schweizer Unternehmen untersucht, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Dabei sind das Engagement hinsichtlich der Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals/SDGs), die Intensität der Auseinandersetzung, die Art der unternehmerischen Zielsetzung und die Qualität der Berichterstattung bewertet worden. Um die unterschiedliche Grösse und die verschiedenen Branchen der untersuchten Firmen zu berücksichtigen, ist ein eigenes Punktesystem entwickelt worden, bei welchem 23 Punkte die Maximalpunktzahl darstellen.

Laut den Ergebnissen befassen sich nur 30 Prozent oder 58 Unternehmen mit den SDGs. Bei Firmen, die eine Nachhaltigkeitsberichterstattung vornehmen, sind es 37 Prozent. Die 58 Firmen haben eine durchschnittliche Punktzahl von 9,2 erreicht. An der Spitze liegen mit jeweils 17 Punkten Barry Callebaut und ST Microelectronics. Hinter Coop und Syngenta mit jeweils 16 Punkten folgen fünf Unternehmen mit 15 Punkten, zu denen auch Tetra Pak zählt. Ebenfalls noch über dem Durchschnittswert liegen unter anderem Swiss Re (13), ABB (12), Credit Suisse und Zurich (je 11).

Sustainserv hat auch untersucht, ob einzelne SDGs von den Firmen als besonders wichtig betrachtet werden. Dies ist bei 84 Prozent der entsprechenden Firmen der Fall. Die demnach wichtigsten Ziele sind der Kampf gegen den Klimawandel, der Kampf gegen Ungleichheit, die Ermöglichung eines gesunden Lebens, nachhaltiges Wirtschaftswachstum sowie nachhaltige Produktion beziehungsweise nachhaltiger Konsum. jh