Nachhaltigkeit wird Standardkriterium

03. Juni 2019 14:55

Zürich - Der Schweizer Markt für nachhaltige Anlagen ist wie im Vorjahr auch 2018 markant gewachsen. Umwelt-, soziale- und Governance-Aspekte werden zu Standardkriterien für Anlageentscheide. Dies zeigt eine aktuelle Marktstudie von Swiss Sustainable Finance.

Per Ende 2018 waren in der Schweiz bereits 716,6 Milliarden Franken nachhaltig angelegt, informiert der Verband Swiss Sustainable Finance (SSF) in einer Mitteilung zur „Schweizer Marktstudie Nachhaltige Anlagen 2019“. Gegenüber 2017 entspricht dies einem Wachstum von 83 Prozent. Die Analysten von SSF führen die markante Entwicklung insbesondere auf das gestiegene Interesse an nachhaltigen Anlagestrategien, sich abzeichnende regulatorische Anforderungen und das steigende Bewusstsein für Klimarisiken zurück. Zudem integrierten immer mehr Asset Manager Nachhaltigkeitsaspekte standardmässig in ihre Prozesse.

Das grösste Wachstum im Jahresvergleich wurde 2018 mit 102 Prozent bei den nachhaltigen Anlagefonds verbucht. Mit 190,9 Milliarden Franken machen nachhaltig verwaltete Fonds bereits 18,3 Prozent des gesamten Fondsmarkts aus. Die nachhaltig verwalteten institutionellen Gelder in Gesamthöhe von 455,0 Milliarden Franken bilden sogar bereits 31 Prozent aller von Schweizer Pensionskassen und Versicherungen gehaltenen Anlagen.

„Das deutliche Wachstum im Schweizer Markt nachhaltiger Anlagen ist Ausdruck davon, dass es immer mehr zum Standard wird, Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen bei Anlageentscheiden zu berücksichtigen“, wird SSF-Geschäftsleiterin Sabine Döbeli in der Mitteilung zitiert. „Die Schweiz verfügt bei nachhaltigen Anlagen über spezialisiertes Fachwissen, was ihr im zunehmenden Wettbewerb um Kunden von Nutzen sein wird.“  hs

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