Nachhaltige Entwicklung verläuft widersprüchlich

Zur Verfolgung der Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung hat die Schweiz ein System aus 85 Indikatoren aufgestellt. Sie messen die Fortschritte bei der Erreichung der insgesamt 17 Ziele (SDG) der Agenda. Eine für den Länderbericht Schweiz zur bisherigen Umsetzung aufgestellte Bilanz zeigt eine unterschiedliche und teilweise widersprüchliche Entwicklung dieser Indikatoren auf, informiert das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Der Länderbericht wird am 17. Juli am Hochrangigen Politischen Forum für nachhaltige Entwicklung der UNO (HLPF) in New York vorgestellt werden. 

Von den insgesamt 85 Indikatoren könnten 20 „aufgrund zu kurzer Zeitreihen noch nicht ausgewertet werden“, erläutert das BFS in der Mitteilung. Von den übrigen 65 weisen 39 Indikatoren hinsichtlich der Erreichung der SDG in die gewünschte Richtung. Bei 14 Indikatoren sei hingegen ein „Trend entgegen der angestrebten Entwicklung“ auszumachen, schreibt das BFS. Die übrigen zwölf Indikatoren zeigen keine signifikante Veränderung. 

Diese widersprüchliche Entwicklung wird in der Mitteilung an Beispielen deutlich gemacht. So zeigt bei der Messung der Förderung eines dauerhaften, breitenwirksamen und nachhaltigen Wirtschaftswachstums (SDG Nummer 8) der Indikator Bruttoinlandsprodukt steigenden Reichtum und Wohlstand in der Schweiz an. Der ebenfalls mit SDG Nummer 8 verknüpfte Indikator Material-Fussabdruck zeigt jedoch gleichzeitig einen für die Nachhaltigkeit kontraproduktiven steigenden Ressourcenverbrauch auf. hs