Nachhaltige Anlagen sind laut Studie auf Vormarsch

10. Juni 2022 14:13

Zürich - Nachhaltige Anlagen werden immer beliebter. Laut einer Studie von Swiss Sustainable Finance beträgt das Marktvolumen in der Schweiz bereits knapp 2 Billionen Franken. Greenpeace wirft der Branchenvereinigung Greenwashing vor.

Nachhaltige Anlagen sind laut einer Studie von Swiss Sustainable Finance auf Wachstumskurs. Demnach kletterten die Vermögen in diesem Bereich im Jahr 2021 um 30 Prozent auf 1,98 Billionen Franken. Auch im Jahr davor betrug das Plus ungefähr 30 Prozent.

Das Volumen von nachhaltigen Fonds beläuft sich den Angaben zufolge auf 799,5 Milliarden Franken. Damit machen diese etwas mehr als die Hälfte des Gesamtmarkts aus.

Bei den präferierten Anlageansätzen stehen Ausschlusskriterien an erster Stelle. An zweiter Stelle folgt die Kategorie ESG-Integration. ESG steht für Environmental, Social, Governance, zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Mit einem Zuwachs von 157 Prozent legten nachhaltige Themenanlagen derweil unter allen Anlageansätzen am stärksten zu. 

Die Studie führt den Zuwachs neben der positiven Marktentwicklung auch auf den breiteren Einsatz von nachhaltigen Anlageansätzen zurück. Neben den Klimarisiken rücke die Abhängigkeit der gesamten Weltwirtschaft von der Natur in den Vordergrund.

Greenpeace kritisiert die von mehreren Banken, Vermögensverwaltern und anderen Finanzakteuren gesponserte Studie. Die Umweltschutzorganisation wirft Swiss Sustainable Finance vor, den Begriff Nachhaltigkeit zu verwässern. „Die Branchenorganisation summiert alle Anlagen als nachhaltig auf, die in irgendeiner Weise nachhaltigkeitsbezogene Kriterien berücksichtigen – auch solche, die nicht die Wirkung der Unternehmen auf Klima und Biodiversität berücksichtigen“, wird Peter Haberstich, Finanzexperte bei Greenpeace Schweiz, in einer Mitteilung zitiert. Dies führe zu einem verzerrten Bild von nachhaltigen Anlagen in der Schweiz. ssp

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