mPower übernimmt die Hexis AG

05. Juni 2020 14:41

Winterthur - Der deutsche Heiz- und Kühlgerätehersteller Viessmann hat das Tochterunternehmen Hexis verkauft. Damit ist die Zukunft des Winterthurer Spezialisten für Brennstoffzellen gesichert. Neue Eigentümerin ist die Dresdner mPower AG.

Die Hexis AG ist gerettet. Noch im März hatte die Muttergesellschaft Viessmann bekanntgegeben, Hexis zu schliessen, blieb aber weiter auf der Suche nach einem Industriepartner. Ziel war, von diesem künftig die Festoxidbrennstoffzellen (SOFC) von Hexis einzukaufen. Dieser Investor ist nun gefunden: Seit dem 1. Juni ist Hexis Teil der Dresdner mPower AG

mPower gehört zur indischen h2e Power Systems des sozialen Unternehmers Siddharth R Mayur. Der Konzern h2e ist in 18 Ländern aktiv. Er hat sich zum Ziel gesetzt, Brennstoffzellensysteme in Indien zu produzieren und zu integrieren. Zudem will er damit Stromversorgungslösungen etablieren, um kostengünstige, zuverlässige und umweltfreundliche Energie in verschiedenen Industriezweigen und Regionen bereitzustellen.

Der neue Eigentümer Mayur dankt den Partnern von Viessmann in einer Botschaft dafür, dass sie in den vergangenen acht bis zehn Monaten zu Hexis gestanden haben. Er wolle diese Partnerschaft nicht nur weiterführen, sondern stärken.

„Wir freuen uns, den richtigen Investor/Partner für Hexis gefunden zu haben und sind zuversichtlich, dass h2e mit seiner globalen Reichweite und seinen lokalen Kenntnissen in der Lage sein wird, Hexis eine stabile Führung zu geben“, wird Alexander Dauensteiner, Inhaber der Produktlinie Brennstoffzelle bei Viessmann, in einer Medienmitteilung zitiert. „Viessmann wird sich weiterhin auf den Kunden konzentrieren, und wir freuen uns auf eine erfolgreiche Partnerschaft mit der h2e-Gruppe.“

Alexander Schuler, CEO der Hexis AG, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit mPower und h2e unser SOFC-Produkt auf den Markt bringen und auch mit mPowers SOEC (Power to Fuel)-Technologieplattform arbeiten können. Diese Partnerschaft wird es Hexis ermöglichen, ein wichtiger Akteur beim Übergang zur Wasserstoffwirtschaft zu werden.“ mm

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