Mobiliarsicherungsrecht soll angepasst werden

04. Oktober 2021 12:47

Bern - Das Mobiliarsicherungsrecht der Schweiz ist reformbedürftig, wie eine Studie im Auftrag des Bundes zeigt. Derzeit führt es zu einem Wettbewerbsnachteil für Schweizer Unternehmen. Eine Anpassung würde positive volkswirtschaftliche Impulse bringen.

Das aktuelle Mobiliarsicherungsrecht in der Schweiz muss angepasst werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und dem Bundesamt für Justiz (BJ) bei Interface Politikstudien Forschung Beratung in Auftrag gegeben wurde.

Die Ergebnisse zeigen, dass das aktuelle Mobiliarsicherungsrecht die Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Unternehmen beeinträchtigt. Denn im Vergleich mit fast allen ausländischen Rechtsordnungen ergeben sich für Unternehmen starke Beschränkungen beim Zugang zu gesicherter Fremdfinanzierung.  Im aktuellen Mobiliarsicherungsrecht, das noch weitgehend auf dem Stand von 1907 ist, können mobile Produktionsmittel wie Maschinen, Fahrzeuge, Rohmaterialien, Lagerbestände oder andere bewegliche Güter nämlich kaum zur Besicherung von Forderungen oder Krediten genutzt werden.

Von einer Reform erwarten die Autoren „positive volkswirtschaftliche Impulse“. Insbesondere KMU könnten so innovativer und international konkurrenzfähiger werden. Das grösste Potenzial würde in der Besicherung von Lieferantenkrediten liegen. ssp

Mehr zu Wettbewerbsfähigkeit

Aktuelles im Firmenwiki