Mittelgrosse Städte wollen intelligenter werden

16. September 2019 13:01

München - Rund 80 Prozent der mittelgrossen Städte in Europa wollen in Smart City-Lösungen investieren, wie eine Studie von Roland Berger zeigt. Bei der Strategie haben die meisten Städte noch Aufholbedarf. Die Region Schweiz, Deutschland und Österreich schneidet hier am besten ab.

Das Beratungsunternehmen hat Roland Berger Entscheidungsträger und Experten aus 50 europäischen Städten mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern zu Smart City-Projekten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass dieses Thema für 80 Prozent der Befragten eine mittlere oder hohe Priorität hat. Genauso viele haben bereits entsprechende Projekte initiiert.

„Mittelgrosse Städte haben oft weniger Kapazitäten, Erfahrungen und finanzielle Möglichkeiten als grössere Kommunen“, sagt Torsten Henzelmann, Partner von Roland Berger. „Aber ihr Bedarf an Smart City-Lösungen ist mindestens genauso ausgeprägt.“

Das grosse Interesse von mittelgrossen Städten an Smart City-Projekten ist laut Roland Berger insbesondere für Versorgungsunternehmen interessant. Mehr als die Hälfte der Städte sieht Versorgungsunternehmen als zentral für die Umsetzung. Versorgungsunternehmen sollten deshalb Werkzeuge und Konzepte erarbeiten und auf mittelgrosse Städte zugehen, heisst es.

Aufholbedarf sieht Roland Berger in mittelgrossen Städten noch bei der Steuerung und Planung der Smart City-Projekte. So haben den Angaben zufolge nur 20 Prozent der befragten Städte eine Strategie. Die meisten Städte setzen bisher auf Pilotprojekte, die kaum miteinander vernetzt sind und daher wenig Wirkung zeigen. Am besten schneidet in diesem Bereich die Region Schweiz, Deutschland und Österreich (DACH) ab. So habe in der DACH-Region jede dritte Stadt ein entsprechendes Konzept. Schlusslicht ist Osteuropa, wo nur 8 Prozent der Städte strategisch an das Thema herangehen. ssp

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