Mitarbeitende betrachten Digitalisierung skeptisch

11. Januar 2019 13:05

St.Gallen - Lediglich 50 Prozent der Mitarbeitenden freuen sich auf die Digitalisierung. Das geht aus einer Studie hervor, die im Rahmen des zweiten St.Galler New Work Forums vorgestellt wurde.

Rund 200 Fachleute haben am Mittwoch in St.Gallen beim zweiten New Work Forum über die Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen in der Zukunft diskutiert. Das Forum wurde vom HR-Panel New Work der Fachhochschule St.Gallen (FHS) organisiert. Dabei hat Alexandra Cloots, Ko-Leiterin des HR-Panels und Verantwortliche für das Forum, ihre gemeinsam mit dem Rektor der FHS, Sebastian Wörwag, erstellte Studie vorgestellt. Laut einer Medienmitteilung der FHS sind dazu Mitarbeitende zur Digitalisierung befragt worden. Lediglich die Hälfte gab an, sich darauf zu freuen. Die Zunahme des Leistungsdrucks und die Routinisierung der Arbeit wurden als negative Aspekte genannt. Die Mehrheit der Befragten versteht die Digitalisierung dennoch als Chance, wobei ortsunabhängiges Arbeiten als positive Entwicklung gesehen wird. 

Die Studie hat zudem festgestellt, dass in Geschäftsleitungen viel Skepsis hinsichtlich der Digitalisierung vorherrscht. Dazu passt das Befragungsergebnis, nach welchem lediglich 18 Prozent der Befragten beim Führungsverhalten eine Veränderung sehen. „Wir müssen gut über den Nutzen, das Vorgehen und den Umfang einer Digitalisierungsstrategie ehrlich und transparent kommunizieren“, wird Cloots in der Mitteilung zitiert. 

Während der Diskussion über die Studie beim New Work Forum hatte der Begriff der Freiheit einen besonderen Stellenwert. So könne die Digitalisierung Freiheit bringen, wie auch Roman Bügler von der BSG Unternehmensberatung in einem der Seminare während der Veranstaltung sagte. Einerseits unterstreicht die positive Wahrnehmung von ortsunabhängigem Arbeiten diesen Eindruck. Andererseits werden von den Befragten aber auch zusätzliche Regeln befürchtet, welche die Flexibilisierung wieder einschränken. Somit werde bestätigt, dass es im Rahmen der Digitalisierung eines neuen Führungsverhaltens bedarf, heisst es in der Mitteilung, „was aber im Widerspruch zu den bereits erwähnten Skeptikern in den Geschäftsleitungen steht“. jh

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