Migros und Coop sind am umweltfreundlichsten

11. April 2019 13:23

Zürich - Auf der aktuellen Rangliste des WWF für Umweltleistungen belegen Coop und Migros weiterhin die Spitzenplätze unter den Lebensmittelhändlern. Aldi, Denner und Lidl rücken im Vergleich zu 2015 eine Klasse auf. Insgesamt steht die Branche weiter vor Herausforderungen.

Die aktuelle Rangliste der Schweizer Lebensmittel-Gross- und Detailhändler zeige, dass sich in der Branche etwas bewege, schreibt der World Wilde Fund For Nature (WWF) in einer Mitteilung. Zum zweiten Mal nach 2015 hat der WWF die Umweltleistungen der zwölf grössten Schweizer Unternehmen der Branche bewertet. In die Spitzenkategorie eines Unternehmens mit einem auf die ökologische Tragfähigkeit des Planeten ausgerichteten Geschäftsmodell schaffte es allerdings auch diesmal kein Unternehmen. Die Spitzenreiter aus dem Jahr 2015, Coop und Migros, kommen als einzige auch in der aktuellen Rangliste wieder in die zweitbeste Kategorie Vorreiter.

Die Discounter Aldi, Denner und Lidl stiegen gegenüber 2015 hingegen um eine Stufe in die Kategorie Verfolger auf. Saviva, Transgourmet und Manor verbleiben im oberen Mittelfeld, Pistor hingegen steigt zu Globus in das untere Mittelfeld ab. In die schlechteste Kategorie Intransparent ordnet der WWF wie 2015 Volg und neu auch Spar ein.

Insgesamt stehe die Branche bei der Senkung ihrer Umweltauswirkungen auf ein verträgliches Niveau weiterhin vor grossen Herausforderungen, schreibt der WWF in der Mitteilung weiter. Den grössten Handlungsbedarf sieht die Umweltschutzorganisation dabei beim Sortiment der Lebensmittelhändler. Hier fordert sie insbesondere eine Erhöhung des Anteils an Produkten „mit glaubwürdigen Labels wie beispielsweise Bio Suisse, MSC, ASC oder FSC“ ein. Zudem sollte auf den Aufbau umweltfreundlicher Lieferketten geachtet werden. hs

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