Metall Zug schreibt rote Zahlen

19. August 2019 14:05

Zug - Rückstellungen für Bodensanierung und Ertragsausfälle bei V-ZUG haben Betriebs- und Konzernergebnis bei der Metall Zug Gruppe in die Verlustzone gedrückt. Beim Bruttoerlös konnte der Zuger Industriekonzern hingegen Wachstum verbuchen.

Einer Mitteilung der Metall Zug Gruppe zufolge hat der Zuger Industriekonzern im ersten Halbjahr 2019 einen Bruttoerlös in Gesamthöhe von 576,5 Millionen Franken erwirtschaftet. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 entspricht dies einem Wachstum um 4,0 Prozent. Dabei konnte ein positiver Akquisitionseffekt aus der Übernahme der Haag-Streit Gruppe im Frühjahr 2018 einen Rückgang des organischen Wachstums und einen negativen Fremdwährungseffekt überkompensieren.

Beim Betriebsergebnis (EBIT) musste Metall Zug nach einem Gewinn von 36,4 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2018 im ersten Semester dieses Jahres einen Verlust von 1,6 Millionen Franken verbuchen. Das Konzernergebnis fiel im selben Zeitraum von 22,6 Millionen Franken Gewinn auf 5,9 Millionen Franken Verlust zurück. Die Metall Zug Gruppe führt diese Entwicklungen auf Rückstellungen für Bodensanierungen auf dem Stammareal von V-ZUG und Umsetzungsprobleme bei der Einführung von SAP bei V-ZUG sowie einen Nachfragerückgang auf verschiedenen Absatzmärkten zurück.

Bereits im März hatte Metall Zug Pläne kommuniziert, nach denen der Industriekonzern seine Sparte Haushaltsapparate verselbstständigen und V-ZUG an die Börse bringen will. Diese Transformation sei für den Industriekonzern „ein zentrales Projekt“, heisst es nun in der Mitteilung. Metall Zug-Präsident Heinz M. Buhofer werde daher „die operative Leitung dieses Transformationsprozesses“ und „interimistisch die Aufgaben des CEOs der V-ZUG“ übernehmen. Der bisherige V-ZUG-CEO, Dirk Hoffmann, soll der Metall Zug Gruppe per 1. September „für dort anstehende strategische Projekte“ zur Verfügung stehen. hs

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