Metall Zug plant weitreichenden Umbau

21. März 2019 14:47

Zug - Die Metall Zug AG plant die Abspaltung verschiedener Geschäftsbereiche. Dort will der Zuger Industriekonzern als strategischer Ankeraktionär aktiv bleiben. Für den Geschäftsbereich Haushaltsapparate wird ein Börsengang erwogen. Die Gewinne von Metall Zug sind 2018 gefallen.

Die Metall Zug AG beabsichtige, „sich in den nächsten Jahren bei gewissen Beteiligungen auf die Rolle des strategischen Ankeraktionärs zurückzuziehen“, informiert der Zuger Industriekonzern in einer Mitteilung. Dafür erwägt der Konzern, ganze Geschäftsbereiche in eigene Unternehmen zu überführen. Für den Geschäftsbereich Haushaltsapparate (V-ZUG) wird ein Börsengang erwogen. Hier will der Konzern zwar weiterhin eine „substanzielle Beteiligung“ halten, die Mehrheit der Aktien des neuen Unternehmens soll jedoch „den Aktionären der Metall Zug AG zugeteilt werden“.

Die weitreichende Transformation des Konzerns werde mehrere Jahre in Anspruch nehmen, erläutert Metall Zug in der Mitteilung weiter. Bereits im Sommer dieses Jahres sollen jedoch „verschiedene Kompetenzen vom CEO der Metall Zug AG an die Verwaltungsräte der Geschäftsbereiche“ übertragen werden. In diesem Zusammenhang wird die Geschäftsleitung des Konzerns auf CEO Jürg Werner und Finanzchef Daniel Keist verkleinert.

Beim Jahresergebnis 2018 konnte die Metall Zug AG ihre Bruttoerlöse um 25,1 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Franken steigern, informiert der Konzern in derselben Mitteilung. Das Wachstum wurde dabei hauptsächlich durch die Übernahme der Haag-Streit Gruppe generiert. Das organische Wachstum lag bei 3,3 Prozent. Als Betriebsergebnis (EBIT) wies Metall Zug im Berichtsjahr 89,3 Millionen Franken aus, 2017 waren 53,0 Millionen Franken realisiert worden. Der Konzerngewinn ging dagegen aufgrund eines negativen Finanzergebnisses gegenüber 2017 um 4,1 Millionen auf 63,6 Millionen Franken zurück. hs

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