Mehrheit für das CO2-Gesetz wackelt

19. Mai 2021 11:44

Zürich - Die Zustimmung zum CO2-Gesetz ist knapp fünf Wochen vor der Abstimmung auf 50 Prozent gesunken. Beim Pestizidverbot halten sich Befürwortende und Ablehnende jetzt die Waage. Bei der Trinkwasserinitiative hat die Ablehnung die Oberhand übernommen.

Trinkwasserinitiative und Pestizidverbot können sich aktuell nicht mehr auf eine Mehrheit stützen. Dies geht aus einer Mitteilung von Tamedia zur zweiten von drei Abstimmungsumfragen der zur TX Group gehörenden Mediengruppe hervor. Ihr zufolge halten sich beim Pestizidverbot Zustimmung und Ablehnung mit jeweils 49 Prozent die Waage. Bei der ersten Umfrage zu den am 13. Juni anstehenden Abstimmungen hatten sich 53 Prozent der Befragten für ein Pestizidverbot ausgesprochen.

Bei der Trinkwasserinitiative ist die Zustimmung gegenüber der ersten Umfrage von 54 auf 48 Prozent gesunken. Aktuell wollen 50 Prozent der Befragten dagegen stimmen. Auch beim CO2-Gesetz ging die Zustimmung von 54 Prozent in der ersten Umfrage auf aktuell 50 Prozent zurück. Der Prozentsatz der Befragten, die am 13. Juni mit Nein stimmen wollen, legte im selben Zeitraum hingegen von 43 auf 46 Prozent zu.

Alle drei Vorlagen werden dabei weiterhin vor allem an der Basis der linken Parteien und der Grünen unterstützt. Die Wählerschaft von FDP und SVP lehnt alle drei Vorlagen mehrheitlich ab. An der Basis der Mitte will die Mehrheit gegen Trinkwasserinitiative und Pestizidverbot stimmen. Beim CO2-Gesetz könnte das Verhalten der Mitte-Wählenden hingegen entscheidend für den Ausgang der Abstimmung sein, vermuten die Analysten von Tamedia.

Das Covid-19-Gesetz und das Gesetz über polizeiliche Massnahmen gegen den Terrorismus können sich weiterhin auf komfortable Mehrheiten stützen. Aktuell stimmen jeweils 67 Prozent der Befragten beiden Vorlagen zu. Das Covid-19-Gesetz findet dabei an der Basis aller Parteien ausser der SVP eine Mehrheit. Das Gesetz über polizeiliche Massnahmen gegen den Terrorismus wird insbesondere an der Basis der Grünen abgelehnt. Aktuell gäbe es aber insgesamt noch einen hohen Anteil an Unentschiedenen, erläutern die Analysten. hs

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