Mehrheit für Atomausstieg wächst

16. November 2016 11:29

Zürich - Auch bei der dritten Abstimmungsumfrage von Tamedia hat sich die Mehrheit für die Annahme der Atomausstiegsinitiative ausgesprochen. Gegenüber der ersten Umfrage von Mitte Oktober ist die Zustimmung sogar leicht gestiegen.

Am 27. November wird über den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie bis 2029 abgestimmt. Knapp zwei Wochen vorher hat sich in der letzten von insgesamt drei Umfragen von Tamedia eine Mehrheit von 57 Prozent der 15.000 Befragten für eine Annahme der Initiative ausgesprochen. Damit hat das Lager der Ja-Stimmen über die drei Umfragen schrittweise um 2 Prozentpunkte zugenommen. Zwar liegt der Zuwachs jeweils im statistischen Fehlerbereich. Er ist jedoch insofern beachtlich, als die Mediengruppe anfangs darauf hingewiesen hatte, dass die Zustimmung zu Volksinitiativen in der Regel bis zum Abstimmungstermin sinkt. 

Wie die dritte Umfrage zeigt, bleibt die Unterstützung für die Initiative insbesondere im linken Lager ungebrochen hoch. Von den Anhängern der Grünen erklärten 95 Prozent, am 27. November sicher oder wahrscheinlich mit Ja stimmen zu wollen. Bei den Wählern der SP betrug der Anteil 87, an der Basis der Grünliberalen 85 Prozent. Auch in der Mitte des politischen Spektrums bekommt die Atomausstiegsinitiative mit 55 Prozent Zustimmung bei der BDP und 53 Prozent bei der CVP die Mehrheit. An der Basis von FDP und SVP tendiert mit 34 beziehungsweise 29 Prozent immerhin noch ein Drittel zum Ja. Nach Regionen betrachtet ist die Zustimmung in der Romandie mit 63 Prozent am höchsten. Auch in der Deutschschweiz um Tessin überwiegen die Ausstiegsbefürworter jedoch mit 54 Prozent. hs

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