Mehr als zwei Millionen Ausländer

21. April 2016 15:28

Neuenburg - Die Zahl der Ausländer in der Schweiz ist im vergangenen Jahr erstmals über zwei Millionen gestiegen. Die Bevölkerung ist auf über 8,3 Millionen Einwohner gestiegen, auch wegen des Geburtenüberschusses.

Die Schweiz hatte Ende 2015 insgesamt 8,325 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Das waren 87.500 Menschen oder 1,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Statistik geht diese Zunahme zum grossen Teil auf die Zuwanderung zurück. Der Zuwanderungssaldo betrug 2015 insgesamt 74.900 Personen. Im Vorjahr waren es 76.200 gewesen. Dabei wanderten 2015 insgesamt 188.300 Menschen ein, ein Plus von 0,5 Prozent. Gleichzeitig wanderten 113.400 Menschen aus, eine Zunahme von 2,1 Prozent. 

Auch der Geburtenüberschuss hat zum Anstieg der Bevölkerung beigetragen. Im vergangenen Jahr wurden 84.840 Kinder geboren. Das waren leicht mehr als 2014, als mit 85.287 Kindern ein Mehrjahreshöchststand erreicht worden war. Allerdings starben 2015 auch mehr Menschen: Mit 67.262 Menschen wurden ein neuer Höchststand erreicht. Daraus resultierte ein Geburtenüberschuss von 17.578 Menschen.

Überdurchschnittlich wuchsen 2015 die Kantone Genf und Waadt mit 1,5 Prozent, Zürich und Thurgau mit 1,4 Prozent, Aargau und Solothurn mit 1,3 Prozent. Spitzenreiter ist Zug mit 1,7 Prozent. In Uri schrumpfte als dem einzigen Kanton die Bevölkerung leicht um 0,1 Prozent.

Die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer stieg im vergangenen Jahr auf 2,047 Millionen Menschen, das sind 24,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.  stk.

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