Medtech-Branche diskutiert Herausforderungen

18. Oktober 2023 12:31

Bern - Die diesjährige Swiss Medtech Konferenz hat über 400 Fachpersonen angezogen. Sie setzten sich mit neuen Herausforderungen etwa bei europäischen Regulierungen von Medizinprodukten auseinander. Nachhaltigkeit wurde als relevantes Kriterium für den Marktzugang erkannt.

Die diesjährige Swiss Medtech Konferenz sei erneut nach dem Konzept Von der Industrie – Für die Industrie durchgeführt worden, informiert Swiss Medtech in einer Mitteilung. Ihr zufolge haben mehr als 400 Fachpersonen an der jährlichen Konferenz des Verbands der Schweizer Medizintechnik teilgenommen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen neue Herausforderungen im Zusammenhang mit der europäischen Medical Device Regulation (MDR) und ihrem Schweizer Pendant Medizinprodukteverordnung (MepV).

Nach Ansicht von Daniel Delfosse, Leiter Regulation und Innovation bei Swiss Medtech, sind KMU mit der Komplexität der neuen europäischen Regelungen überfordert. Neue Produkte würden in Folge vermehrt zuerst in den USA auf den Markt gebracht, heisst es in der Mitteilung. Das Parlament hat sich daher dafür ausgesprochen, neben europäisch zertifizierten auch in den USA zugelassene Medizinprodukte in der Schweiz anzuerkennen. Hier müsse der Bundesrat „jetzt einen Gang hochschalten und den Auftrag umsetzen“, wird der Luzerner Ständerat Damian Müller (FDP) in der Mitteilung zitiert.

An der Konferenz wurden zudem die Auswirkungen des Netto-Null-Ziels 2050 des Bundesrats, des Gegenvorschlags zur Konzernverantwortungsinitiative und des europäischen Green Deals auf die Medizintechnikbranche diskutiert. „Nachhaltigkeit wird zu einem hochrelevanten Marktzugangskriterium“, wird Beat Vonlanthen, Präsident von Swiss Medtech, im Zusammenhang mit dieser Diskussion in der Mitteilung zitiert. „Zahlreiche Schweizer Medtech-Unternehmen haben Nachhaltigkeit bereits in ihr Geschäftsmodell integriert.“ ce/hs

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