MCH Group sagt Baselworld 2021 ab

07. Mai 2020 12:50

Basel - Die auf Januar 2021 verschobene Baselworld findet nicht statt. Die MCH Group sucht nun nach möglichen Folgeformaten. Sie hat sich zudem mit den Ausstellern über die Abrechnung der abgesagten Baselworld 2020 geeinigt.

Die Baselworld ist Geschichte. Wie die MCH Group als Veranstalterin mitteilt, wird die auf Januar 2021 verschobene Uhrenmesse nicht mehr stattfinden. Nun will sie bis Sommer über mögliche Folgeformate entscheiden, heisst es in einer Mitteilung. „Wir sind intensiv daran, zusammen mit den Ausstellern und Besuchern die Bedürfnisse und Möglichkeiten neuer Plattformen abzuklären und zu diskutieren“, wird Michel Loris-Melikoff darin zitiert, Managing Director der Baselworld.

Die MCH Group reagiert damit auf die Entscheidung wichtiger Aussteller, eine Konkurrenzmesse aufzubauen. Rolex, Patek Philippe, Chanel, Chopard und Tudor hatten im April mitgeteilt, dass sie gemeinsam mit der Genfer Fondation de la Haute Horlogerie ihre eigene Uhrenmesse durchführen werden. Diese soll erstmals Anfang April 2021 parallel zur Uhren- und Schmuckmesse Watches & Wonders in der Palexpo Genf stattfinden.

Dieser Entscheidung war ein Streit mit der MCH Group über die Abrechnung der aufgelaufenen Kosten für die abgesagte Baselworld 2020 vorausgegangen. Dieser Streit sei nun beigelegt, heisst es in der Mitteilung. Die MCH Group und die Vertreter der Aussteller hätten sich auf eine „einvernehmliche Lösung“ geeinigt. „Ich schätze die konstruktive Haltung der Vertreter der MCH Group, die es uns ermöglicht hat, eine ausgewogene Lösung zu finden“, wird Hubert J. du Plessix zitiert, der Vertreter der Aussteller. „Ich möchte auch Patek Philippe, Rolex, Tudor, Chanel, Chopard, Hublot, Zenith und Tag Heuer danken, die im Geiste der Solidarität mit der gesamten Branche einer geringeren Rückerstattung zugestimmt haben, damit die anderen Aussteller von besseren Bedingungen profitieren können.“ stk

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