MCH Group lässt sich durch James Murdoch retten

10. Juli 2020 15:15

Basel - Mit dem Einstieg der New Yorker Investmentgesellschaft Lupa Systems von James Murdoch will die Basler Messegruppe MCH die finanziellen Folgen der Coronakrise bewältigen. Eine Generalversammlung im August soll dem zustimmen.

Der Verwaltungsrat von MCH wird den Aktionären ein umfassendes Massnahmenpaket vorschlagen, mit einer Kapitalerhöhung von 104,5 Millionen Franken und dem Einstieg von Lupa Systems als neuer Ankeraktionär, heisst es in einer Medienmitteilung. in dieser wird auch eine ausserordentliche Generalversammlung am 3. August angekündigt. MCH, die auch Basel Art ausrichtet, Lupa Systems und die öffentlich-rechtlichen Körperschaften sollen künftig je rund einen Drittel der Aktien halten. Der Anteil von Lupa Systems nach der Transaktion wird davon abhängen, wie viele Bezugsrechte ausgeübt werden, und zwischen 30 und 44 Prozent liegen. Die Partner haben laut der Mitteilung von MCH eine langfristige Vereinbarung unterzeichnet und bekennen sich zur künftigen gemeinsamen strategischen Ausrichtung, was so verstanden wird, dass der Fortbestand der internationalen Kunstmesse Art Basel in Basel garantiert wird.

James Murdoch, Sohn des Medien-Tycoons Rupert Murdoch, soll mit zwei weiteren Lupa Systems-Vertretern künftig dem Verwaltungsrat der MCH Group angehören. Der CEO und Gründer der privaten Investmentgesellschaft Lupa Systems sagt zu der Vereinbarung: „Die MCH Group hat eine lange Tradition, für Kunden Innovationen zu entwickeln, sich für das öffentliche und kulturelle Leben und die Wirtschaft zu engagieren, und umfassende Investitionen in ihren Plattformen und Communities zu tätigen. Das sind hervorragende Grundlagen für ein langfristig ausgerichtetes Geschäft.“

Aus der Sicht des Verwaltungsrates sind die vorgeschlagenen umfassenden Massnahmen zur Restrukturierung der MCH Group im besten Interesse des Unternehmens und aller Aktionäre. Die Zustimmung und Unterstützung durch  die Aktionäre der öffentlichen Hand sei entscheidend für einen erfolgreichen Turnaround des Unternehmens, wird Ulrich Vischer, Präsident des Verwaltungsrates der MCH Group, in der Mitteilung zitiert,. „Mit Lupa Systems haben wir nicht nur einen zusätzlichen Ankeraktionär, sondern auch einen strategischen Partner gefunden, der eine breite Erfahrung mitbringt und dazu beitragen wird, die notwendige Transformation des Unternehmens zu beschleunigen".

Aus der Sicht von Bernd Stadlwieser, CEO der MCH Group, braucht es dieses umfassende Massnahmenpaket, um diese derzeitige schwierige Situation zu meistern: „Wir sind mit flüssigen Mitteln von rund 140 Millionen ins Jahr 2020 gestartet", wird er zitiert. „Die Coronakrise führt allein in diesem Jahr zu Umsatzeinbussen von 130 bis 170 Millionen Franken und negativen Auswirkungen auf das Ergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich.“ gba 

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