Maurer will baldigen Freihandel mit Indien

16. September 2019 14:53

Bern - Der indische Präsident Ram Nath Kovind hat offiziell die Schweiz besucht. Bundespräsident Ueli Maurer betonte anlässlich des Besuchs, dass er auf einen baldigen Abschluss eines Freihandelsabkommens hoffe. Die Verhandlungen laufen bereits seit 2008.

Bundespräsident Ueli Maurer hat den indischen Präsidenten Ram Nath Kovind im Rahmen eines Staatsbesuchs empfangen. Mit dabei war auch eine Delegation von Schweizer Wirtschaftsvertretern. Laut einem Artikel des Wirtschaftsverbands economiesuisse haben dabei sowohl Ueli Maurer als auch Ram Nath Kovind betont, wie wichtig die vertiefe wirtschaftliche Zusammenarbeite zwischen der Schweiz und Indien sei.

Maurer wies dabei auch auf das sich bereits seit 2008 in Verhandlung befindliche mögliche Freihandelsabkommen zwischen Indien und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) hin, der ausser der Schweiz auch Norwegen, Island und Liechtenstein angehören. „Der Abschluss eines Freihandelsabkommens wäre eine fantastische Gelegenheit“, sagt Maurer laut dem Artikel. Dabei betonte er, dass er auf einen baldigen Abschluss hoffe.

Wie economiesuisse-Präsident Heinz Karrer in einer Rede erläuterte, ist Indien bereits heute ein wichtiger Handelspartner für die Schweiz. Die Warenexporte und -importe betragen laut Karrer jeweils 1,7 Milliarden Franken. Schweizer Unternehmen hätten ausserdem über 6 Milliarden Franken in Indien investiert und beschäftigten dort rund 86.000 Personen. Allerdings entspreche das Handels- und Investitionsvolumen laut economiesuisse „bei Weitem nicht dem Potenzial“. Um dieses auszuschöpfen, müssten die Rahmenbedingungen verbessert werden. Konkret brauche es „ein modernes Investitionsschutzabkommen und ein umfassendes Freihandelsabkommen mit robusten Bestimmungen zum Schutz des geistigen Eigentums“.

Laut einer Medienmitteilung des Bundesrats diskutierten die beiden Präsidenten auch über weitere Felder, bei denen sich eine verstärkte Zusammenarbeit anbiete. Dazu zählen die Wissenschaft, Forschung und Bildung, aber auch Massnahmen gegen den Klimawandel. Auch die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen könne vertieft werden. ssp

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